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DIE 10 neuesten POSTINGS ZUM THEMA Tierschutz

22.08.2008 um 21:54: WWF: Gerichtsurteil zum Seeadler Vogelmord
15.08.2008 um 10:26: WWF: Österreich sagt Ja zu neuen Bären
25.06.2008 um 10:26: WWF: Augen auf beim Souvenir-Kauf

 

WWF: Gerichtsurteil zum Seeadler Vogelmord
22.08.2008 um 21:54 - Thema: Tierschutz



Überraschendes Gerichtsurteil zum „Seeadler Vogelmord“

Freispruch betrifft nur den Vorwurf der Bestandsgefährdung. Indizien für den Abschuss zweier Seeadler sind erdrückend!

Wien, Korneuburg, am 22. August 2008 - Heute fand am Landesgericht in Korneuburg ein erster Prozess gegen jenen Mann statt, der kurz vor Jahresbeginn in Bernhardsthal im nördlichen Weinviertel mindestens einen, wahrscheinlich aber sogar zwei Seeadler getötet haben dürfte. Bei dem Prozess war zu klären, ob der mutmaßliche Täter gegen den § 182 StGB „Andere Gefährdungen des Tier- oder Pflanzenbestandes“ verstoßen hat. Dieser Paragraph sieht schwere Strafen für Personen vor, die den Tier- und Pflanzenbestand in einem größeren Gebiet konkret gefährden. Das Gericht anerkannte zwar, dass durch den Abschuss die Möglichkeit einer Gefährdung des Seeadlerbestandes besteht, weil sich diese konkrete Gefährdung aber nicht mit letzter Sicherheit beweisen ließ, wurde der Angeklagte in diesem Punkt freigesprochen. Der Freispruch bezieht sich nicht auf den nach wie vor aufrechten Vorwurf gegen den Mann, ein oder sogar zwei Seeadler absichtlich getötet zu haben. Dazu wird es eine eigene Verhandlung am Bezirksgericht Mistelbach geben.

Ein Jogger hatte am 30. Dezember 2007 auf der Landstraße von Altlichtenwarth nach Bernhardsthal gesehen, wie ein Mann einen riesigen Vogel schoss, ihn in ein Auto packte und davon raste. Der Augenzeuge erstattete am Polizeiposten Bernhardsthal unverzüglich Anzeige gegen unbekannte Täter. Der mutmaßliche Schütze konnte rasch ausgeforscht werden, behauptete aber eine Krähe geschossen zu haben. In seinem Auto wurden jedoch Blutproben sichergestellt, die zeigten, dass es sich tatsächlich um einen Seeadler gehandelt hatte. Im Kofferaum wurden darüber hinaus Blutspuren gefunden, die mit großer Wahrscheinlichkeit von einem zweiten Seeadler stammen.

Der WWF Österreich hatte in einem Gutachten für die Staatsanwaltschaft dargelegt, dass durch den Abschuss der österreichische Seeadlerbestand tatsächlich gefährdet ist. „Aus unserer Sicht liegt jedenfalls ein schwerer Eingriff vor“, so Dr. Bernhard Kohler, Leiter des WWF-Seeadlerprojektes - „egal, ob es sich bei dem getöteten Vogel um einen Angehörigen des heimischen Brutpopulation handelt, die nur aus sieben Paaren besteht oder ob es einer der 100-140 Wintergäste aus Nordeuropa war, die alljährlich zu uns kommen. Das Gericht wollte eine konkrete Gefährdung im Sinne des § 182 nur dann anerkennen, wenn es ein österreichischer Brutvogel war“, bedauert Kohler „und das konnten wir natürlich nicht mit Sicherheit sagen.“

Der Freispruch ist allerdings nicht das letzte Wort, denn der Täter muss sich noch auf Bezirksebene für den illegalen Abschuss verantworten. Der Seeadler ist in den Jagdgesetzen als ganzjährig geschont ausgewiesen. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass hier ein Kardinalverstoß gegen das Jagdrecht und auch gegen die Waidmannsehre vorliegt“, sagt Dr. Peter Lebersorger von der Zentralstelle der Landesjagdverbände. „Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich jetzt auf die Bezirkshauptmannschaft als Strafbehörde“. Tatsächlich sind während der heutigen Verhandlung Indizien für einen zweiten Seeadlerabschuss öffentlich bekannt geworden.

„Wir befürchten, dass der heutige Freispruch das falsche Signal für all jene ist, die meinen, sich über Naturschutzgesetze einfach hinwegsetzen zu können!“ erklärt Mag. Gábor Wichmann von BirdLife Österreich. „Wir hoffen, dass bei der nächsten Verhandlung die Tat endgültig aufgeklärt und der mutmaßliche Täter seiner verdienten Strafe zugeführt wird.“

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Seeadler

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/112-wwf-gerichtsurteil-zum-seeadler-vogelmord.html

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WWF: Österreich sagt Ja zu neuen Bären
15.08.2008 um 10:26 - Thema: Tierschutz



WWF-Umfrage: Über 70 Prozent der Österreicher sprechen sich für eine Bestandssicherung
der Braunbären aus

Wien, 15. August 2008 - Die überwiegende Mehrheit der Österreicher (71 Prozent) würde eine Ansiedlung von Bären in Österreich begrüßen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen market-Umfrage von 600 Befragten im Auftrag des WWF. Die Naturschutzorganisation begrüßte diese Woche in St. Pölten, Graz und Linz symbolisch
jeweils drei verkleidete Bären in Niederösterreich, der Steiermark und in Oberösterreich.

Insgesamt zehn "echte" Braunbären müssten in diesen Bundesländern freigelassen werden, um das erneute Aussterben der Tierart in Österreich zu verhindern. Derzeit leben hier nur noch zwei Männchen. "Die Zahlen der Umfrage beweisen, dass die Österreichische Bevölkerung Ja zu neuen Bären sagt!" unterstreicht WWF-Bärenprojektleiter Christoph Walder. "Für uns ist das ein deutliches Signal, dass der Bär eine neue Chance erhalten soll. Jetzt braucht es einen nationalen Schulterschluss, damit dieses faszinierende Wildtier in Österreich wieder Fuß fassen kann."





Eine Ansiedlung von Bären, um deren Aussterben in Österreich zu verhindern, findet mit 71 Prozent eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Am höchsten ist sie in der Steiermark (77 Prozent). Auch bei Personen, die einer Ansiedlung von Braunbären eher ablehnend gegenüber stehen, hegt knapp jeder Zweite (49 Prozent) Sympathie
für die Bären. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist von frei lebenden Bären fasziniert; allerdings löst eine mögliche Begegnung bei vielen auch ängstliche Gefühle aus. Dass seit knapp 20 Jahren in Österreich wieder Bären in freier Wildbahn leben, ist 87 Prozent der Befragten bekannt. Die heimischen Natur- und Erholungsgebiete werden mit 97 Prozent durchgehend geschätzt.

Niederösterreich: Respekt und Faszination


In Niederösterreich sprechen sich sowohl die Bewohner der Bärenkerngebiete in den Bezirken Lilienfeld, Scheibbs und Amstetten (70 Prozent) als auch die Einwohner von St. Pölten (72 Prozent) eindeutig für eine Bestandssicherung aus. Die Einstellung der Niederösterreicher ist bärenfreundlicher als im österreichischen Durchschnitt: 57 Prozent würden bei einem Spaziergang im Bärenrevier gerne Bärenspuren sehen; die Bewohner von St. Pölten finden es sogar zu 65 Prozent faszinierend, in einem Wald zu sein, in dem Bären leben. Insgesamt lassen sich die Gefühle der Niederösterreicher am besten mit Respekt (63 Prozent) und Faszination (48 Prozent) charakterisieren. Nur 24 Prozent der Niederösterreicher hat im Zusammenhang mit Bären ängstliche Gefühle.

Steiermark: Ja zum "alten Bekannten"


Mit überdurchschnittlichen 77 Prozent stehen die Steirer einer Bestandssicherung der Braunbären gegenüber: Sowohl die Bewohner der Bärenbezirke Bruck, Liezen und Graz als auch die Einwohner der Stadt Graz würden ein Bärenschutzprogramm begrüßen, in dessen Rahmen wieder Bären angesiedelt werden. Bärental, Bärofen, Bärenkopf oder Bärenalm: Diese Namen zeigen, dass der Bär in der Steiermark seit langem fest verankert ist. 53 Prozent der Steirer nennen "Sympathie" als Gefühl, das sie mit dem Bären verbinden; mehr als jeder zweite Steirer ist von Bären "fasziniert".



Oberösterreich: Gut informiert und bestens vorbereitet


Die Oberösterreicher haben mit 90 Prozent altersunabhängig eine überdurchschnittlich hohe Kenntnis vom Bärenprojekt. Knapp über die Hälfte der Oberösterreicher geben an, dass sie es faszinierend finden, in einem Wald zu sein, in dem Bären leben. Mit 23 Prozent haben unterdurchschnittlich wenige Oberösterreicher im Zusammenhang mit Bären ängstliche Gefühle. Die Befürwortung einer Bärenansiedlung liegt in Linz sowie den Bezirken Gmunden, Kirchdorf und Steyr-Land bei jeweils 69 Prozent. Oberösterreich hat sich im Rahmen eines Runden Tisches, an dem die Landesregierung, die Landwirtschaftskammer, die Jägerschaft, die Wissenschaft und der WWF vertreten waren, bereits im Mai 2008 auf ein Ja zu neuen Bären verständigt.

Intakte Natur: Wichtiger Wert für alle Österreicher

Die Wertschätzung für die intakten Natur- und Erholungsgebiete unserer Heimat ist unter den Österreichern sehr stark ausgeprägt. Es herrscht unter den Befragten aller Altersstufen und Bildungsschichten zu 95 Prozent Einigkeit darüber, dass Nationalparks für den Schutz unseres Naturerbes wichtig sind. "Der Braunbär ist ein Indikator für eine intakte Natur. Wo er sich wohl fühlt, wie etwa in großen zusammen hängenden Waldgebieten, dort ist sie noch in Ordnung", erklärt Walder. "Dass eine intakte Umwelt bei den Österreichern einen derart hohen Stellenwert
genießt, ermutigt uns, weiterhin mit aller Kraft für die Rückkehr der Bären in ihre alte Heimat zu kämpfen!" Hier können die Projektpartner im Braunbärenschutz auf die aktuellen Umfragewerte bauen: Jeder zweite Österreicher würde eine Organisation, die sich gegen das Aussterben der Bären in den Alpen einsetzt, unterstützen.

Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen Telefonumfrage unter der Bevölkerung ab 18 Jahren (603 Befragte) in den Bärenregionen der Bundesländer Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich, sowie den jeweiligen Landeshauptstädten, die im Mai 2008 im Auftrag des WWF durchgeführt wurde.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Braunbären

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/108-wwf-oesterreich-sagt-ja-zu-neuen-baeren.html

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WWF: Augen auf beim Souvenir-Kauf
25.06.2008 um 10:26 - Thema: Tierschutz



Neu aufgelegter Ratgeber informiert über Artenschutz im Urlaub

Wien, am 25. 6. 2008 - Der Countdown läuft. Bald beginnt die Urlaubs- und Reisezeit,
die viele auch ins Ausland führt. Natürlich möchte man sich an das Highlight
des Jahres auch nach der Rückkehr nach Hause möglichst lange erinnern - weshalb
der Souvenirmarkt im Sommer Hochsaison hat. Rechtzeitig vor Beginn der großen
Ferien machen WWF, Lebensministerium und OZO darauf aufmerksam, dass Mitbringsel
aus bedrohten Arten jedoch nicht ins Gepäck gehören. 30.000 Arten sind geschützt
und dürfen nur mit amtlicher CITES-Genehmigung in die EU eingeführt werden. Dazu
gehören auch etliche Korallen, Muscheln und Schnecken, die im Urlaub an Straßenständen
erhältlich sind.

Damit man nicht aus Unwissenheit zum Schmuggler wird informiert der neu aufgelegte
Ratgeber "Schauen statt Kaufen" von WWF, Lebensministerium und OZO Reisende darüber,
welche Tiere und Pflanzen sie nicht lebend oder zu einem Souvenir oder Schmuckstück
verarbeitet mit nach Hause nehmen dürfen. Die Folder gibt es als Poster, im Passformat
und speziell für Kinder. Sie können unter http://www.wwf.at/CITES gratis herunter geladen,
bzw. unter der Telefonnummer 01/48817-222 bestellt werden.

"Der Schutz wildlebender Arten und die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist
uns ein besonderes Anliegen", erklärt Dr. Dagmar Schratter, Direktorin des Tiergarten
Schönbrunns und Vorsitzende der Österreichischen Zoo-Organisation (OZO). "Souvenirs,
die von geschützten Tieren oder Pflanzen stammen, stellen für viele Arten eine
massive Bedrohung dar", unterstützt Schratter die Informationsoffensive. "Vorsicht
ist hier daher besser als ein unüberlegter Kauf!"

Viel zu viele ohnehin bereits gefährdete Arten landen weltweit in Souvenirläden.
Sogar lebende Schildkröten oder Äffchen werden oftmals aus falscher Tierliebe
mitgenommen und dann beschlagnahmt. Nicht nur bei Urlauben in "exotische" Länder
muss man aufpassen - gerade die Mittelmeerländer müssen oft als Umschlagplatz
für Arten herhalten, die von weit her kommen. Besondere Vorsicht ist bei Mitbringseln
aus Schildkrötenpanzern, Elfenbein, Korallen, Muscheln oder Schnecken geboten.
"Wir empfehlen Reisenden, sich im Zweifelsfall vor der Einfuhr nach den geltenden
Bestimmungen zu erkundigen", erklärt Dr. Max Abensperg-Traun vom Lebensministerium.
"Noch besser ist es natürlich, anstelle von Souvenirs zweifelhafter Herkunft
zu traditionellen Handwerksprodukten, etwa aus Textil, zu greifen". So entgeht
man möglichen Schwierigkeiten und unterstützt gleichzeitig die einheimische Bevölkerung
und die lokale Wirtschaft.

Wer Souvenirs von bedrohten Tier- und Pflanzenarten kauft und sie ohne die nötigen
amtlichen Genehmigungen in die EU mitnimmt muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
So kann bereits der Kauf eines Uhrbandes aus dem Leder einer gefährdeten Tierart
oder eine Kaviardose zuviel im Gepäck schmerzhafte Geldstrafen bringen. Für besonders
schwere Delikte drohen Strafen bis zu 36.000 Euro oder zwei Jahre Freiheitsentzug.

CITES ist ein internationales Übereinkommen, das gefährdete Tiere und Pflanzen
vor zu starkem Handel schützt. Zahlreiche Reiseunternehmen unterstützen diese
Informationsinitiative zum Schutz bedrohter Arten, indem sie die Artenschutz-Folder
auflegen.

Weiterführende Informationen und Folder zum Download: http://www.wwf.at/CITES

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/83-wwf-augen-auf-beim-souvenir-kauf.html

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