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ALLE POSTINGS ZUM THEMA TIGER


Startseite TIERBLOG Alle Postings mit dem Tag: TIGER

ALLE POSTINGS MIT DEM TAG TIGER

23.11.2010 um 12:15: Leonardo DiCaprio spendet 1 Million Dollar für die Rettung der Tiger
19.11.2010 um 10:30: WWF befürchtet Aussterben der Tiger bis 2020
10.11.2010 um 12:31: WWF: Tausend Tote Tiger / Schmuggelreport
15.07.2010 um 11:11: WWF: Tiger-Konferenz auf Bali, Weg für globalen Rettungsplan
27.01.2010 um 18:49: WWF: Tiger drohen in Südostasien auszusterben
07.08.2009 um 09:55: WWF: Grausige Tigerfunde in Vietnam und Thailand
17.07.2009 um 11:20: WWF fürchtet baldiges Aussterben der Tiger


Leonardo DiCaprio spendet 1 Million Dollar für die Rettung der Tiger
23.11.2010 um 12:15 - Thema: Tierschutz



US-Schauspieler nimmt am internationalen Tigergipfel in St. Petersburg teil

Wien, St. Petersburg, 23. 11. 2010 - Leonardo DiCaprio, amerikanischer Schauspieler und WWF-Vorstandsmitglied, spendet eine Million US-Dollar an den WWF, um das Überleben der Tiger zu sichern. Der Hollywoodstar nimmt - auf Einladung des WWF und des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin - auch persönlich an der Konferenz zur Rettung der letzten wildlebenden Tiger teil, die derzeit im russischen St. Petersburg stattfindet. „Die skrupellose Wilderei und die dramatische Zerstörung ihres Lebensraums haben die Tiger an den Rand der Ausrottung gebracht. Wir müssen jetzt rasch handeln, bevor es zu spät ist“, sagte Leonardo DiCaprio heute. Es gibt weltweit nur noch 3.200 Tiger in freier Wildbahn.

DiCaprio war mit dem WWF auf einer Expedition in den Tigerlebensräumen Nepals und Bhutans unterwegs. Gemeinsam mit Rangern durchstreifte er das Gebiet auf dem Rücken eines Elefanten, traf mit der lokalen Bevölkerung zusammen und machte sich ein Bild von der Arbeit der WWF-Experten zum Schutz der Tiger. In den letzten Monaten half er tatkräftig mit, dringend benötigte Gelder für den Tigerschutz aufzubringen. „Wir sind begeistert, dass sich DiCaprio derartig für den Tiger in die Bresche wirft - mit seiner Zeit, seinem Geld und seiner Popularität“, so WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. Der Beitrag von Leo DiCaprio wird für Antiwilder-Brigaden und Waldschutz-Projekte eingesetzt. Tigerlebensräume werden für die Anlage von Palmölplantagen, sowie die Holz- und Papierproduktion rasant zerstört.

Tiger können nur überleben, wenn sie vor Wilderei und Lebensraumverlust geschützt werden und genügend Nahrung finden. Auch Österreich beteiligt sich am internationalen Tigerschutz: Derzeit wird im Süden von Laos gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten ein Gebiet in der Größe Vorarlbergs unter dauerhaften Schutz gestellt.

Der Tiger-Gipfel in St. Petersburg soll zu einem verbindlichen weltweiten Abkommen führen, den Lebensraum der Tiger zu erhalten und der Wilderei ein Ende zu setzen. Die 13 Länder, die heute noch Tiger beherbergen, sind: Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Tiger Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/200-leonardo-dicaprio-spendet-1-million-dollar-fuer-die-rettung-der-tiger.html

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WWF befürchtet Aussterben der Tiger bis 2020
19.11.2010 um 10:30 - Thema: Tierschutz



Tiger-Gipfel in St. Petersburg: WWF veröffentlicht Undercover-Report

Wien/St. Petersburg, Freitag, 19. 11. 2010 - Ab Sonntag treffen sich Staats- und Regierungschefs sowie Minister aus allen dreizehn Nationen, in denen heute noch wilde Tiger leben, im russischen St. Petersburg zum Internationalen Tiger Forum (21. bis 24. November). Es soll beraten werden, wie das Aussterben der majestätischen Großkatzenart noch verhindert werden kann. „Zum ersten Mal treffen sich Regierungschefs zu einer internationalen Konferenz, um über das Schicksal einer einzigen Tierart zu sprechen“, sagt Jutta Jahrl, WWF-Artenschutzexpertin, und bewertet die Konferenz daher auch als einen „historischen Moment“ für die weltweiten Naturschutzbemühungen. „Ohne ein durchsetzbares Abkommen der Tiger-Länder könnten die Großkatzen bis 2020 nur mehr in Zoos, Zuchtanstalten und ausgestopft in Museen zu bewundern sein“, warnt Jahrl.

Anlässlich des Gipfelauftakts veröffentlichten der WWF und das Artenschutzprogramm TRAFFIC einen Undercover-Report zum illegalen Handel mit Produkten aus Tigern und anderen asiatischen Großkatzenarten. Demnach stellen vor allem die Märkte in der Grenzregion zwischen Myanmar, China und Thailand ein Drehkreuz des internationalen Arten-Schmuggels dar. Wie Filmaufnahmen des WWF belegen, werden auf Schwarzmärkten Teile von Tigern offen angeboten, scheinbar ohne Angst vor Aufdeckung. „In diesen Regionen haben Behörden und die zentralen Regierungen offenbar keinen Einfluss. Hier herrschen lokale Führer, die mit ihren Milizen ihre eigenen Gesetze durchsetzen“, sagt Jahrl. Die illegalen Märkte ziehen vor allem Touristen aus China an, die sich dort mit Tiger-Medizin, Glücksbringern aus Tigerkrallen oder mit Fellen eindecken. „Um das Überleben der Tiger zu sichern, müssen diese Schwarzmärkte austrocknet werden“, fordert Jahrl. Das Ausmaß des illegalen Handels in der Region rund um Myanmar zeigt, wie wichtig verstärkter politischer Wille zum Schutz der Tiger und ein entschlossenes Vorgehen seitens der Regierungen und Behörden gegen Wilderer und Schmuggler sind, so der WWF.

„Die Staats- und Regierungschefs der Tiger-Länder müssen auf dem Gipfel den vorliegenden globalen Rettungsplan für den Tiger bestätigen und eine Deklaration unterzeichnen, in der sie sich dem Ziel verpflichten, alles zu unternehmen um die Zahl der wilden Tiger bis 2022 zu verdoppeln“, fordert Jahrl. Darüber hinaus erwartet der WWF, dass sich die einzelnen Staaten auch klare und vor allem überprüfbare Ziele auf nationaler Ebene setzen. Zu deren Umsetzung ist allerdings auch die verbindliche Unterstützung von Geldgebern notwendig, so der WWF. Auch Vertreter Deutschlands, der USA, Frankreichs, Japans und Südkoreas, der Vereinten Nationen und der Weltbank werden nach St. Petersburg reisen, um im „Jahr des Tigers“ endlich die weltweite Wende in den Schutzbemühungen einzuleiten. „Ohne ein entschiedenes und gemeinsames Vorgehen gegen die Wilderer und für den Schutz der Lebensräume der Großkatzen werden wild lebende Tiger bald Geschichte sein“, unterstreicht Jahrl die Bedeutung dieser Konferenz.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Tiger Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/197-wwf-befuerchtet-aussterben-der-tiger-bis-2020.html

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WWF: Tausend Tote Tiger / Schmuggelreport
10.11.2010 um 12:31 - Thema: Tierschutz



Schmuggelreport: WWF fordert internationale Tiger-Taskforce

Wien, Mittwoch, 10. November 2010 - Tigerkrallen als Glücksbringer in Malaysia, Wundermittelchen aus Tiger-Knochen in China, Felle in Indien oder Nepal - der illegale Handel mit Tiger-Produkten floriert nach der aktuellen Studie “Reduced to Skin and Bones” der Umweltschutzorganisationen WWF und TRAFFIC in ganz Asien. In den letzten zwei Jahren ist sogar ein deutlicher Anstieg illegaler Aktivitäten zu beobachten. Von der indonesischen Insel Sumatra über das Grenzgebiet Myanmar-China bis nach Russland reicht das kriminelle Netz aus Wilderern, Schmugglern, Zwischenhändlern und Verkäufern. Dabei wurden nach Angaben des WWF allein in den vergangenen zehn Jahren knapp 500 Aufgriffe dokumentiert. Nach Schätzung des WWF lassen die konfiszierten Produkte darauf schließen, dass allein für diese Schmuggelfälle mindestens 1.069 Tiger ihr Leben lassen mussten. Und das ist, so WWF-Expertin Jutta Jahrl, nur die Spitze des Eisbergs. “Wie bei jeder Schmuggelware gibt es eine hohe Dunkelziffer. Wir müssen davon ausgehen, dass die bekannten Fälle nur einen kleinen Bruchteil des illegalen Geschäfts mit dem Tiger ausmachen”, so die WWF-Expertin. Wilderei und Schmuggel sind derzeit die größte Bedrohung der Großkatze und könnten zum Aussterben der Tiger führen.

Insgesamt rangiert Indien im internationalen Vergleich an der Spitze des illegalen Tiger-Handels. Umschlagsplätze der “heißen Ware” sind neben den Metropolen Neu Delhi und Mumbai die wenigen verbliebenen Tiger-Lebensräume auf dem Subkontinent. Erschreckend ist besonders, dass viele Aufgriffe im Umkreis von 50 Kilometern von Tigerschutzgebieten stattfanden. Eine besonders hohe Schmuggelaktivität verzeichnet der Report mit 71 Aufgriffen im indisch-nepalesischen Grenzgebiet. “Natürlich ist Indien mit der größten Tigerpopulation Asiens auch ein Hotspot des illegalen Handels. Wo viele Tiger sind, können schließlich auch viele gewildert werden”, sagt Jahrl. “Doch wir konnten auch nur mit den Daten arbeiten, die uns zur Verfügung gestellt wurden.” So gibt es vor allem in Myanmar und China einen florierenden Schwarzmarkt mit Tiger-Produkten. Ausgerechnet von diesen Behörden liegen keine oder nur sehr unvollständige Daten vor, kritisiert der WWF.



Um in Zukunft die Wilderei von Tigern und den illegalen Handel mit ihnen zu unterbinden, besteht nach Einschätzung des WWF dringender internationaler Handlungsbedarf. “An den bekannten Hotspots für Wilderei und Handel muss seitens der Behörden rigoros durchgegriffen werden. Es kann nicht sein, dass dubiose Zwischenhändler und mafiaähnliche Organisationen an der Ausrottung des Tigers verdienen”, kritisiert Jahrl. Der WWF empfiehlt eine staatenübergreifende Tiger-Taskforce ins Leben zu rufen, um die lokalen Behörden beim Vollzug der Kontrollen zu unterstützen. Außerdem braucht es eine internationale DNA-Datenbank zur Herkunftsbestimmung von Tigern und ein konsequentes Monitoring der Schmuggleraufgriffe.

Nach dem chinesischen Kalender befinden wir uns derzeit im “Jahr des Tigers”. Nach WWF-Schätzungen gibt es nur noch rund 3200 Tiger in der freien Wildbahn. Der WWF widmet der charismatischen Großkatze daher eine weltweite Schutz-Kampagne. Ziel des WWF ist es, die Bestandszahl bis zum nächsten “Jahr des Tigers” 2022 zu verdoppeln. Ab 21. November findet in St. Petersburg der Welttigergipfel statt, der die Regierungsvertreter der 13 “Tigerstaaten” zum dauerhaften Schutz der Großkatzen verpflichten soll.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Tiger Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/196-wwf-tausend-tote-tiger-was-vom-tiger-uebrig-bleibt.html

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WWF: Tiger-Konferenz auf Bali, Weg für globalen Rettungsplan
15.07.2010 um 11:11 - Thema: Tierschutz


Wien, 14. Juli 2010 - Regierungsvertreter der dreizehn Tiger-Verbreitungsstaaten haben bei einem Treffen auf der indonesischen Insel Bali das Fundament für einen globalen Rettungsplan der letzten 3.200 Tiger in der Wildnis Asiens gelegt. Damit sei, so die Umweltschutzorganisation WWF in einer ersten Stellungnahme, der Weg frei für den großen Tiger-Gipfel im russischen St. Petersburg im September 2010, auf dem die Staats- und Regierungschefs einen globalen, international abgestimmten Rettungsplan für den Tiger initiieren sollen.

„In den Wochen bis zum Tiger-Gipfel liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber ich bin mit dem Ergebnis dieses entscheidenden Meetings auf Bali sehr zufrieden“, erklärte Michael Baltzer, Chef des internationalen WWF Tiger Programms. Die Vertreter der dreizehn Tiger-Staaten hätten konstruktiv und ergebnisorientiert zusammengearbeitet. Vorgelegt wurde ein “solider“ Plan, der sich klar zu dem Ziel bekennt, die Tiger-Bestandszahlen bis 2022 - dem nächsten chinesischen Jahr des Tigers - zu verdoppeln. Damit bekennen sich die Verbreitungsstaaten zu der vom WWF definierten “kritischen Marke“, die das langfristige Überleben dieser Tierart garantieren soll.

In Bali präsentierten die Tiger-Staaten nationale Aktionspläne, die zu einem globalen Tiger Rettungsplan zusammengefügt werden sollen. „Dabei ist es erforderlich, dass auch die Schutzbemühungen für den Tiger über Nationalstaatsgrenzen hinweg koordiniert und regional angegangen werden“, sagt Jutta Jahrl, Artenschutzexpertin des WWF Österreich. Abgesehen davon lassen sich auch die Tiger auf ihren Streifzügen nicht von Grenzposten aufhalten und sind in Ökosystemen zuhause, die sich über mehrere Staaten erstrecken. Jetzt seien die Staats- und Regierungschefs am Zug, so die WWF-Expertin. Sie müssten in St. Petersburg noch beweisen, dass sie tatsächlich auch bereit sind, den Tiger zu retten.

Für die unverzügliche Implementierung der dreizehn nationalen Aktionspläne werden, so erklärten es die Regierungsvertreter auf Bali, mindestens 356 Millionen US-Dollar (rund 280 Millionen Euro) veranschlagt. Darin enthalten sind u. a. der Schutz und die Wiederherstellung ausreichend großer und vitaler Tiger-Lebensräume und der effektivere Kampf gegen Wilderei und Schmuggel. Viele dieser Maßnahmen helfen nicht nur dem Tiger, sonder auch seinen Lebensräumen und den Menschen vor Ort. Zugleich machten die Tiger-Staaten in ihrer Deklaration deutlich, dass es für die Umsetzung der Aktionspläne die finanzielle und technische Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft und der Weltbank bedürfe.

2010 - Jahr des Tigers 2010 ist im chinesischen Kalender das Jahr des Tigers. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts streiften schätzungsweise noch über 100.000 Tiger durch Asien. Heute sind es nach WWF-Angaben nur noch rund 3.200 Exemplare. Derzeit leben wilde Tiger noch in Bangladesh, Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Tiger

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WWF: Tiger drohen in Südostasien auszusterben
27.01.2010 um 18:49 - Thema: Tierschutz


Rettungskampagne im chinesischen Jahr des Tigers 2010

Hua Hin/Thailand, 26. Jänner 2010 – In den letzten zwölf Jahren ist die Zahl der Tiger in den Mekongländern Südostasiens um 70 Prozent zurückgegangen. In den fünf Mekongstaaten Kambodscha, Laos, Myanmar (Burma), Thailand und Vietnam streifen heute nur noch 350 wild lebende Tiger durch die freie Natur. 1998 wurde deren Zahl noch auf 1.200 geschätzt. Das hat eine neue alarmierende Studie des WWF ergeben, die heute in Thailand vorgestellt wird. Tiger-Experten befürchten, dass der Tiger in der Region bis zum nächsten Jahr des Tigers im chinesischen Horoskop im Jahr 2022 völlig aussterben könnte. Der WWF startet deshalb 2010 eine weltweite Kampagne für das Überleben der Großkatzen im chinesischen Jahr des Tigers, das heuer am 14. Februar beginnt. Ab morgen findet die erste asiatische Ministerkonferenz der 13 Tiger-Staaten zur Rettung des Tigers im thailändischen Hua Hin statt. Im September 2010 werden der russische Premierminister Wladimir Putin sowie Weltbankpräsident Robert Zoellick zu einer Welttigerkonferenz nach Wladiwostock einladen. „Wir haben nicht mehr viel Zeit, den Tiger vor dem Aussterben zu bewahren“, warnt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl und kündigt auch Initiativen des WWF Österreich in Kambodscha an.

Noch vor Hundert Jahren gab es weltweit an die 100.000 Tiger in freier Natur. 1998, im letzten Jahr des Tigers im chinesischen Horoskop, lag diese Zahl nur noch bei 5.000 bis 7.000 Tiger. Bis heute sank diese Zahl auf etwa 3.200. Schuld daran ist laut WWF-Studie vor allem die Nachfrage nach den Körperteilen von Tigern, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet werden. Auch die Zerstörung und Zerstückelung der Lebensräume der majestätischen Tiere und der ungebremste und nicht nachhaltige Ausbau der Infrastruktur in den südostasiatischen Ländern sind für den massiven Rückgang in Indochina verantwortlich. „Der Lebensraum der Tiere wird immer kleiner und die Wilderer werden immer dreister“, beklagt Jahrl.

Heute gibt es nicht mehr als jeweils maximal 30 Tiger in Vietnam, Kambodscha und Laos. Dennoch gibt es Hoffnung, denn die Mekongländer verfügen mit 540.000 Quadratkilometer über ausreichend große und geeignete Wälder für die Tiger. „Wir brauchen rasche Maßnahmen, um den Tiger in diesen Ländern zu retten, sonst wird er bis 2022 ausgestorben sein. Wenn die Populationen zu klein werden, können sie sich nicht mehr erholen“, so Jahrl. Der WWF kämpft nun gemeinsam mit den Regierungen der Mekongländer für einen Stopp der Wilderei, gegen den Handel mit Tigerprodukten und für die Erhaltung der Lebensräume der Großkatzen. Der Tiger ist stark in den asiatischen Kulturen verankert und besonders heuer das Tier des Jahres. „Das Jahr des Tigers 2010 ist deshalb ein entscheidendes Jahr, diese Art langfristig vor dem Aussterben zu retten“, so Jahrl.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Tiger

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WWF: Grausige Tigerfunde in Vietnam und Thailand
07.08.2009 um 09:55 - Thema: Tierschutz


WWF warnt: Illegaler Handel führt zur Ausrottung der Großkatze

Wien, Ha Noi, am 7. August 2009 - 300 Kilogramm Lebendgewicht, 6 Zentimeter lange Eckzähne, und eine beachtliche Reviergröße von bis zu 100 Quadratkilometern - für den Tiger sind Superlative angebracht. Doch auch die größte Katze der Welt ist wehrlos gegenüber ihrem mächtigsten Feind, dem Menschen. Nur noch 50 Tiger leben nach Schätzungen des WWF in freier Wildbahn in Vietnam. Lebensraumverlust und illegale Jagd lassen den Bestand weiter schrumpfen. Dieser Tage deckte die Umweltpolizei in Ha Noi einen spektakulären Fall von Tigerhandel auf: Tiefgekühlt, in mehrere Schichten Decken gewickelt, lag der Kadaver eines jungen, offenbar gewilderten Tigers im Kofferraum eines Taxis. Daneben stapelten sich elf Kilogramm Tigerknochen - ein beliebtes Potenzmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Im Morgengrauen des 16. Juli hielten Beamte der Umweltpolizei in Ha Noi ein verdächtig aussehendes Taxi an. Bei der Durchsuchung des Wagens stellten sie einen jungen, 57 Kilogramm schweren Tiger sicher, der dem Vernehmen nach erst kurz zuvor getötet worden war. Polizeiliche DNA-Untersuchungen sollen nun klären, ob der Tiger aus freier Wildbahn oder aus einer Tigerfarm stammte.

Illegale Jagd und krimineller Handel auf der Tagesordnung
Auch in anderen Staaten Südostasiens kommt es immer wieder zu Aufsehen erregenden Beschlagnahmungen: Im Januar 2009 versuchten unbekannte Täter vier geköpfte Tiger von Malaysia nach China zu schmuggeln, im Februar hatten andere zwei tote Tiger und einen Leoparden im Gepäck. Als im April acht Schmuggler zwei halbierte Tiger und 45 lebende Schuppentiere über die Grenze nach Laos bringen wollten, wurden sie von der Thailändischen Polizei verhaftet. „Bei diesen grausigen Funden handelt es sich nicht um Einzelfälle“, erklärt die WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. „Der Handel mit Tigern und deren Körperteilen hat in Südostasien Tradition“. Die stetige Nachfrage nach den schön gezeichneten Fellen der Raubkatze lassen die Schwarzmarktpreise explodieren.

Tigerknochen als vermeintliches Potenzmittel
Besonders hartnäckig hält sich zudem der Aberglaube, dass Tigerknochen zum Potenz- und Heilmittel taugen. Zu Staub zermalmt, werden sie für den Gebrauch in der traditionellen asiatischen Medizin unter dem Ladentisch gehandelt.

Bestand der Raubkatze geht massiv zurück
Laut einer aktuellen Studie des WWF gibt es noch 3.500 bis 5.000 Tiger in freier Wildbahn. Die Zukunft der größten Raubkatze der Welt hängt an einem seidenen Faden. Einerseits verliert sie zunehmend an Lebensraum: Einst großflächige Wälder werden immer mehr zerstückelt und zerstört, um Holz zu gewinnen und Plantagen, Straßen und Siedlungen anzulegen. Die zweite tödliche Bedrohung für den Tiger ist die illegale Jagd.

Hoffnung im Kampf für die Tiger
Obwohl jeglicher kommerzieller Handel von Tigern oder deren Teilen verboten ist, boomt das Geschäft. Doch ein Umdenken setzt ein. „Zwar ist der illegale Handel nach wie vor Besorgnis erregend, doch die Behörde leistet z um Teil beeindruckende Arbeit“, erklärt Jahrl. Obwohl die Umweltpolizei in Vietnam erst vor kurzem gegründet wurde, zeigen die zahlreichen Aufgriffe, dass der Kampf gegen den illegalen Handel mit geschützten Arten endlich vehement angegangen wird.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Tiger Artenschutz

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WWF fürchtet baldiges Aussterben der Tiger
17.07.2009 um 11:20 - Thema: Tierschutz


Neuer Bericht: Tiger am Abgrund: Bestandszahlen 2009

WWF fürchtet baldiges Aussterben der Raubkatzen

Wien, 17. Juli 2009 - Nach einem neuen Bericht der Umweltstiftung WWF und des Artenschutzprogramms TRAFFIC leben weltweit nur noch rund 3.500 bis 5.000 Tiger in freier Wildbahn. Damit gehört die größte aller Raubkatzen zu den am stärksten bedrohten Tierarten dieser Erde. Der südchinesische Tiger, von dem vor zehn Jahren wahrscheinlich noch 20 bis 30 Individuen existierten, könnte mittlerweile ausgestorben sein, so der WWF. „Ursache für den dramatischen Bestandsrückgang ist neben dem Lebensraumverlust vor allem die Wilderei und der illegale Handel mit Tigerknochen, Fell oder Zähnen“, sagt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. „Wenn im Kampf gegen die Wilderei nicht schnellstens ein Durchbruch gelingt, wird es Tiger bald nur noch in Zoos geben.“

Dreizehn Tigerstaaten wurden in dem Bericht „Die Zukunft der Tiger“ danach beurteilt, wie effektiv sie gegen die illegale Jagd und den Handel vorgehen. Als „absolut ungenügend“ werden in dem Ranking die geringen Anstrengungen von Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam bewertet. „Ausreichend bis gut“ sind hingegen die Maßnahmen in Kambodscha, China, Indien, Nepal und Russland. „Von einem großen, entscheidenden Durchbruch im Schutzmanagement für die Raubkatze sind wir jedoch noch weit entfernt“, sagt WWF-Expertin Jahrl. Die Hoffnungen liegen jetzt auf einer langfristigen, globalen Überlebensstrategie für den Tiger, die im kommenden Oktober von zahlreichen Organisationen - darunter der WWF und TRAFFIC - entwickelt werden soll.

Vor allem der Wunderglaube an die medizinische Heilkraft von Tigerprodukten schürt nach WWF-Informationen die Nachfrage. Trotz eines seit 1975 bestehenden, internationalen Handelsverbots, werden die Raubkatzen in ganz Asien weiterhin illegal abgeschossen. Nach den neusten Bestandsschätzungen steht der Sumatra-Tiger am Rande der Ausrottung. Als stark gefährdet gelten die Bestände des Amurtiger, sowie der Bengalischen, Indochinesischen und Malaysischen Unterarten. „Der WWF fordert ein härteres Vorgehen gegen Wilderei und den Schmuggel mit Tiger-Produkten“, sagt Jahrl. Nur durch vereinte Anstrengungen der - zumeist armen - Tigerverbreitungsstaaten und wohlhabender Geberländer könne das Aussterben des Tigers noch verhindert werden.

Der WWF hat jüngst eine Initiative gestartet, die sich in elf Ländern zur Rettung der Tiger engagiert und die Anzahl der frei lebenden Tiger bis 2020 deutlich erhöhen will.

Thema: Tierschutz

Tags: Raubkatzen Tiger Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/159-wwf-fuerchtet-baldiges-aussterben-der-tiger.html

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