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Tiergarten Schönbrunn: Robbenbaby Nachwuchs
20.07.2011 um 09:42 - Thema: Zoos
Im Tiergarten Schönbrunn freut man sich über Nachwuchs bei den Mähnenrobben. In der Nacht auf Dienstag hat Robbendame Enya nach einer Tragzeit von einem knappen Jahr ein Junges zur Welt gebracht. Ob die kleine Robbe männlich oder weiblich ist, ist noch nicht bekannt. „Die Jungtiere sind nach der Geburt bereits sehr weit entwickelt, haben die Augen offen und einen schwarzen, wolligen Pelz “, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mutter und Kind bewohnen in der Robbenanlage derzeit einen eigens für Geburten eingerichteten Flachwasserbereich, wo das Jungtier seine Schwimmkünste perfektionieren kann.

Nach etwa einer Woche wird das Robbenbaby sowohl im Wasser als auch an Land so geschickt sein, dass es mit seiner Mutter zur restlichen Gruppe kommen kann. Das Jungtier wiegt rund zehn Kilogramm. Sein Vater Comandante, der als einziges Männchen mit seinem Weibchen-Harem im Tiergarten lebt, bringt stolze 280 Kilogramm auf die Waage. Die ersten sechs bis acht Monate wird das Männenrobben-Junge gesäugt. Danach frisst es, wie die erwachsenen Robben in Schönbrunn, Meeresfische wie Heringe, Makrelen, Wittlinge und Sprotten. Die an den Küsten Südamerikas heimischen Mähnenrobben verdanken ihren Namen der auffälligen Mähne der Männchen. Aufgrund dieser Mähne und des lauten Gebrülls während der Paarungszeit werden sie auch Südliche Seelöwen genannt. Mähnenrobben sind ausgezeichnete Schwimmer und perfekte Unterwasserjäger. Sie können bis zu 76 Meter tief und 15 Minuten lang tauchen.
Thema: Zoos
Tags: Tiergarten Schönbrunn Nachwuchs Robben
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Tiergarten Schönbrunn: Robbenbaby flirtet mit Kamera
28.07.2009 um 16:48 - Thema: Zoos
Man kennt das nur von Hollywood-Stars und Fernsehprofis: Sie flirten mit der Kamera. Das vor wenigen Tagen im Tiergarten Schönbrunn geborene Robbenbaby beherrscht diese Kunst ebenfalls, und offenbar gleich vom ersten Lebenstag an.

 Denn was Naturfotograf Daniel Zupanc da abgelichtet hat, wirkt auf jeden Betrachter, als würde es die kleine Robbe auf einen koketten Flirt anlegen. Manchmal fällt es besonders schwer, Tiere nicht zu vermenschlichen.
Thema: Zoos
Tags: Tiergarten Schönbrunn Robben
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WWF: Ostsee Robbenbabys verenden qualvoll
10.03.2009 um 10:48 - Thema: Tierschutz
WWF: Robbenbabys verenden qualvoll Zu wenig Eis bedroht erneut Nachwuchs der Ostsee-Ringelrobben Hamburg/Wien, 10. März 2009 - Wie schon im letzten Winter drohen auch in diesem Jahr wieder Ringelrobben-Babys in der Ostsee zu ertrinken und zu verhungern, warnt der WWF. Grund ist die zu geringe Eisdecke in Teilen der Ostsee. Laut WWF ist vor allem die Robben-Population des Aland-Archipels zwischen Schweden und dem finnischen Festland gefährdet. Auch die Robben in der Rigabucht sind in Gefahr. Weite Teile der Ostsee sind hier eisfrei oder das vorhandene Eis ist sehr dünn. Die Ringelrobben haben Ende Februar ihren Nachwuchs bekommen, den sie auf dem Packeis in Schneehöhlen großziehen. Ist kein Packeis vorhanden oder schmilzt es zu schnell, müssen die Robbenbabys in die kühle Ostsee, bevor sie die nötige Fettschicht ansetzen. Dort erfrieren und verhungern sie. "In Teilen der Ostsee, die für die Ringelrobben bedeutsam sind, ist kein oder zu wenig Eis. Es steht ein neues Robbenbaby-Drama bevor, bei dem viele Jungtiere qualvoll verenden könnten", fürchtet WWF-Meeresexperte Georg Scattolin. Schon im letzten Winter hatten drei der vier Bestände der Ostsee-Ringelrobben vermutlich den größten Teil ihres Nachwuchses verloren. Es war der eisärmste Winter seit Beginn der Messungen vor 300 Jahren. In diesem Jahr ist die Eisschicht auf der Ostsee zu Beginn der Robben-Wurfzeit mit 105.000 Quadratkilometern immerhin doppelt so groß wie vor 12 Monaten. Sie liegt aber weit unter dem langjährigen Durchschnittswert. Es gibt derzeit schätzungsweise 7.000 bis 10.000 Ostsee-Ringelrobben. Sie stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Die größte der vier Populationen kommt im Bottnischen Meerbusen vor. Hier ist die Eisdecke derzeit stabil. Auch im Finnischen Meerbusen scheint die Eissituation derzeit stabil. Problematisch sieht es hingegen für die anderen beiden südlichen Populationen aus. Der WWF sieht für den Robbennachwuchs im Bereich des Aland-Archipels kaum Überlebenschancen. Hier leben etwa 200 Ringelrobben. Auch für die Jungtiere des etwa 1.000 bis 1.500 Tiere starken Bestands in der Rigabucht könnte die Eisdecke nicht zum überleben reichen. "Das Robbensterben ist ein Vorbote des Klimawandels", so Georg Scattolin. Die globale Erwärmung treffe die die Ostsee besonders hart. Klimamodelle sagen bei einer ungebremsten Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts einen Rückgang der Eisdecke um 50 bis 80 Prozent voraus. Ringelrobben bekommen ihren Nachwuchs derzeit nur in Regionen, die mindestens 90 Tage im Jahr mit Packeis bedeckt sind. In den südlichen Wurfgebieten würde es bis Ende des Jahrhunderts aber nur noch 20 bis 50 Tage mit Packeis geben. Die Robben hätten hier keine Überlebenschance. "Wenn der globale CO2-Ausstoß nicht drastisch sinkt, droht die Ostsee-Ringelrobbe langfristig auszusterben. Klimaschutz ist der beste Robbenschutz", so Scattolin. Schon in der Vergangenheit wurde die Zahl der Meeressäuger durch Jagd und Umweltgifte arg dezimiert, erst seit den 1980er Jahren erholen sich die Bestände langsam wieder. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten noch rund 180.000 Ringelrobben in der Ostsee.
Thema: Tierschutz
Tags: WWF Robben
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