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ALLE POSTINGS ZUM THEMA MEERESSCHILDKRÖTEN


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ALLE POSTINGS MIT DEM TAG MEERESSCHILDKRÖTEN

11.02.2011 um 14:02: WWF: Rettung von Zehntausenden Meeresschildkröten möglich
26.03.2009 um 20:03: WWF: Sinnloses Meeresschildkröten Sterben endlich vorbei!
05.09.2008 um 10:11: WWF: Kluger Haken rettet Meeresschildkröten


WWF: Rettung von Zehntausenden Meeresschildkröten möglich
11.02.2011 um 14:02 - Thema: Tierschutz



Fischerei-Industrie muss nur Rundhaken verwenden

Wien, Freitag, 11. Februar 2011 - Zehntausende Meeresschildkröten jährlich könnten im indopazifischen Korallendreieck ganz einfach vor einem grausamen Tod als Beifang bewahrt werden. Die Fischerei-Industrie müsste nur ihre alten J-Haken auf den Langleinen gegen moderne Rundhaken tauschen. Das zeigt eine neue Untersuchung des WWF. Die Umweltorganisation fordert nun von den Regierungen, den Fischereiorganisationen und den Fischereiunternehmen alle alten Haken durch Rundhaken zu ersetzen. „Wenn diese Rundhaken weltweit eingesetzt würden, könnten jedes Jahr 250.000 Meeresschildkröten gerettet werden, die jetzt sinnlos an den Haken sterben“, sagte WWF-Meeresexperte Axel Hein.

Während bei normalen Fischerhaken - den sogenannten J-Haken - auch Schildkröten anbeißen können, ist dies bei den Rundhaken kaum möglich. Die runde nach hinten gebogene Form des Hakens verhindert, dass Schildkröten den Haken schlucken können. Wenn sie hinein beißen, können die Haken leicht entfernt werden und richten im Rachenraum viel weniger Schaden an wie die konventionellen J-Haken. So können über 80 Prozent der als nutzlosen Beifang gefangenen Meeresschildkröten gerettet werden. „Mit den neuen Haken können die Fischer sogar ihren Fang an Fischen vergrößern“, so Hein.

Das wissen auch die Fischer, die die neuen Rundhaken längst als erfolgreiche Alternative akzeptiert haben. Der WWF kritisiert aber, dass noch immer Zölle und Einfuhrsteuern auf diese moderne Fischereiausrüstungen eingehoben werden. Denn dies hindert die Fischer daran ihre Ausrüstungen auszutauschen. „Die Regierungen der Länder des Korallendreiecks müssen endlich diese Schranken für die schnelle Einfuhr der Rundhaken beseitigen“, fordert Hein. Beifang ist eines der schlimmsten Probleme im Korallendreieck. Zehntausende Meeresschildkröten sterben dort jedes Jahr wegen der Langleinenfischerei. Der WWF fordert die rasche weltweite Einführung der Rundhaken.

Das Korallendreieck im Indopazifik erstreckt sich über sechs Millionen Quadratkilometer und umfasst die Länder Indonesien, Malaysia, Papua Neuguinea, die Philippinen, die Salomonen-Inseln und Osttimor. 76 Prozent aller weltweit bekannten Korallenarten und mehr als ein Drittel aller Rifffische sowie sechs von sieben Arten von Meeresschildkröten sind dort heimisch.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Meeresschildkröten Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/204-wwf-rettung-von-zehntausenden-meeresschildkroeten-moeglich.html

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WWF: Sinnloses Meeresschildkröten Sterben endlich vorbei!
26.03.2009 um 20:03 - Thema: Tierschutz



Dominikanische Republik Vorbild im Kampf gegen Artenschmuggel

Wien/Washington, 26.3.09 - Die vom Aussterben bedrohte Echte Karettschildkröte wird in der Dominikanischen Republik nicht mehr als Touristensouvenir verkauft. Zu verdanken ist das der Arbeit des WWF und seiner Partnerorganisation TRAFFIC, die sich dem Kampf gegen illegalen Artenhandel verschrieben haben. Dies gelang nur auf Basis einer kraftvollen Regierungskampagne, die die Schließung sämtlicher Shops bewirkte, die illegalen Handel betrieben. Fast 100 Prozent dieser Souvenirs wurden aus dem Verkehr gezogen.

Bei einer TRAFFIC-Untersuchung im Jahr 2006 kam zutage, dass mehr als 23.000 Gegenstände aus Karettschildkröten zum Verkauf angeboten wurden. Bei einer soeben erfolgten, erneuten Überprüfung derselben Geschäfte fanden sich nur mehr 135 Gegenstände aus den Panzern der höchst gefährdeten Schildkröten, also weniger als 1 Prozent der Ursprungsmenge.

Die Dominikanische Republik regt stattdessen den Handel mit unproblematischen Produkten an, wie Rinderhorn oder -knochen, um eine Alternative zum Handel mit den fast ausgerotteten Schildkröten zu schaffen. „Dies ist ein wichtiges Artenschutz-Beispiel, das zeigt dass es ausgezeichnete Lösungen gibt, die Menschen und bedrohten Arten gleichermaßen helfen, vor allem in Regionen, die vom Tourismus abhängig sind“, freut sich WWF Artenschutz-Expertin Jutta Jahrl.

Echte Karettschildkröten sind eine von sechs Meeresschildkrötenarten weltweit - alle sechs Arten sind gefährdet. Auch rücksichtslose industrielle Fischerei bedroht deren Überleben, da sie versehentlich als sogenannter Beifang mitgefischt und dann ungenützt als „Abfall“ tot oder sterbend wieder über Bord geworfen werden. Der internationale Handel mit den Schildkröten und Produkten aus ihnen ist verboten. In der Dominikanischen Republik wurden im Laufe des vorigen Jahrhunderts Millionen des Schildpatts wegen getötet und nach Europa, Amerika und Asien verkauft. Auch heute noch werden die seltenen Tiere hauptsächlich aufgrund ihres Panzers Beute von Wilderern. Dieser Panzer wird zu Souvenirs weiterverarbeitet, die den zahllosen Touristen, meist aus Nordamerika und Europa, zum Kauf angeboten werden.
Auch Österreich ist betroffen: Gerade letztes Jahr konnten vier Schnitzereien aus Echter Karettschildkröte beschlagnahmt werden. Unwissenheit schützt hier nicht vor Strafe: Auf illegalen Artenhandel stehen mind. € 700,- Strafe, auch wenn dies versehentlich passiert ist.

„Meeresschildkröten sind rund um den Erdball von der Auslöschung bedroht. Um diese Arten zu erhalten, kämpfen wir vom WWF mit allen Mitteln gegen illegale Fischerei und Artenschmuggel. Denn nicht zuletzt sind die Schildkröten lebendig größere Touristenattraktionen als tot“, ist die Artenschutz-Expertin überzeugt. „Diese guten Nachrichten aus der Dominikanischen Republik zeigen, dass es möglich ist, einen wirklichen Rückgang des illegalen Handels zu erreichen.“

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Meeresschildkröten Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/150-wwf-sinnloses-meeresschildkroeten-sterben-endlich-vorbei.html

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WWF: Kluger Haken rettet Meeresschildkröten
05.09.2008 um 10:11 - Thema: Tierschutz



WWF-Modellprojekt mit 1.300 Fischern: Neue Technik senkt Beifang um fast 90 Prozent

Wien, Frankfurt, 4. 9. 2008 - Ein neuer Rundhaken verhindert den qualvollen Tod von Meeresschildkröten in der Fischerei. Jedes Jahr verenden schätzungsweise 250.000 der vom Aussterben bedrohten Tiere qualvoll an herkömmlichen Haken oder in Fischernetzen. Mit dem neuen Rundhaken kann dieser so genannte Beifang um bis zu 90 Prozent gesenkt werden, berichtet ein neuer WWF-Report. Der Beifang gilt als die größte Bedrohung für das Überleben der Unechten Karettschildkröte und der Lederschildkröte.


Vier Jahre lang haben der WWF und knapp 1.300 Fischer den neuen Rundhaken (Circle-Hook) in einem einzigartigen Modellprojekt zwischen Peru und Mexiko getestet. Bei der traditionellen Fischerei auf Tunfisch und Goldmakrele im Ostpazifik werden Langleinen mit tausenden Haken verwendet. Während des Tests wurden die klassischen, J-förmigen Haken durch die Rundhaken ersetzt. „Wir waren von vornherein von diesen neuen Haken überzeugt, aber die Ergebnisse haben uns dann doch verblüfft. Und wenn doch eine Schildkröte am Haken hängt, können die Fischer 95 Prozent der Tiere retten. Obendrein fangen die Fischer auch noch mehr Fisch. Damit profitieren alle von der neuen Technik“, berichtet WWF-Fischereiexperte Georg Scattolin.

Der WWF hat eine weltweite Kampagne gestartet, um den Beifang in der Fischerei drastisch zu senken und besseren Fangtechniken zum Durchbruch zu verhelfen. „Die Rundhaken müssen weltweit zur Pflicht werden“, fordert Scattolin. So würden in der industriellen Fischerei an bis zu 100 Kilometer langen Leinen noch immer zehntausende herkömmliche Haken eingesetzt. „Da werden die Fischkutter zu schwimmenden Folterkammern.“ In den USA ist der neue Rundhaken in der kommerziellen Langleinen-Fischerei bereits Pflicht.

Der WWF fordert auch die europäischen Länder auf, entschiedener gegen den Beifang vorzugehen, denn auch hier ist der ungewollte Fang von Fischen und anderen Meereslebewesen ein großes Problem. Die EU-Kommission will in diesem Herbst einen Gesetzentwurf vorlegen, der die Fischer verpflichten wird, Beifänge erheblich zu reduzieren. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr weltweit 30 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere unabsichtlich gefangen und anschließend weggeworfen. „Diese skandalöse Verschwendung muss aufhören“, so WWF-Experte Scattolin.

Die innovativen Rundhaken wurden im Rahmen des weltweiten, vom WWF initiierten Wettbewerbs „Smart Gear“ („kluge Netze“) entwickelt. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit der Fischereiindustrie Fangmethoden zu etablieren, die den Beifang reduzieren und so zur Rettung der Vielfalt unserer Meere beitragen sollen.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Meeresschildkröten Fischerei

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/119-wwf-kluger-haken-rettet-meeresschildkroeten.html

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