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07.08.2009 um 20:32: Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen
07.08.2009 um 20:27: Haarausfall bei Katzen: Infos, Ursachen & Behandlung


Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen
07.08.2009 um 20:32 - Thema: Sonstiges



Hunde und Katzen werden – sobald es draußen wieder wärmer wird – gerne von ihnen heimgesucht und für eine Blutmahlzeit benutzt: Die Rede ist von Zecken und Flöhen, sogenannte Ektoparasiten.

Ein Flohbefall wird oft daran erkannt, dass sich das Tier ständig kratzt. Die Haut weist dunkle Stellen auf und es kann zu Haarausfall kommen. Mit einem speziellen Flohkamm kann erkannt werden, ob das Tier befallen ist, denn dabei bleiben im Kamm kleine schwarze Punkte hängen: der Flohkot.

Schwieriger ist es mit den Zecken. Wenn das Tier nicht gerade speziell danach untersucht wird, zeigen weder Katze noch Hund an, dass sich eine Zecke im Fell versteckt. Meist werden diese Parasiten nur durch Zufall ertastet.
Es gibt drei wichtige Arten von Zecken, die den Hund befallen: gemeiner Holzbock, braune Hundezecke und Auwaldzecke. Die Katze wird nur vom gemeinen Holzbock geplagt.



Flöhe und Zecken übertragen aber auch zum Teil lebensbedrohliche Krankheiten:

Flöhe können Bandwürmer auf Hunde und Katzen übertragen.
Außerdem löst der Biss des Flohs einen Juckreiz bei den Tieren aus, so dass sie sich ständig kratzen oder auch heftig belecken, was zu Hautentzündungen und Haarverlust führen kann. Ebenfalls kann sich eine Flohspeichelallergie entwickeln. Ein Massenbefall an Flöhen kann zur Blutarmut führen, was jedoch eher seltener der Fall ist.

Die Zecke ist Überträger der folgenden Krankheiten: Babesiose, Borreliose, Anaplasmose und Ehrlichiose (Rickettsiose)

Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen von Einzellern befallen und zerstören diese. Dies ist eine lebensgefährliche Krankheit bei Hunden. Die ersten Symptome sind meist hohes Fieber, starker Durst, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Weitere Symptome sind Blutarmut und Gelbsucht. Auch der Urin des Hundes färbt sich rot oder grün. Es sollte jedoch sofort bei den ersten Symptomen ein Tierarzt aufgesucht werden, da diese Krankheit bei zu später Behandlung tödlich verläuft.

Die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, wird oft an den sie begleitenden Bewegungsstörungen, die durch Gelenkserkrankungen hervorgerufen werden, erkannt. Die Krankheit muss sofort mit einem Antibiotikum behandelt werden. Die Symptome sind jedoch oft nicht eindeutig: hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit.

Bei der Anaplasmose werden die weißen Blutkörperchen geschädigt und zerstört. Symptome sind hohes Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit. Des Weiteren können Erbrechen und Durchfall, zentralnervöse Symptome, Lahmheiten und Bewegungsunlust auftreten. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, kann es zur Erblindung führen.

Bei der Ehrlichiose, die bisher als Reisekrankheit bekannt war, liegt eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen vor. Die Symptome: Mattigkeit, Futterverweigerung, Fieber, Gewichtsverlust, Atemnot, Erbrechen. Werden die Tiere nicht behandelt, kann die Krankheit zur Erblindung und Organschäden führen.

Nun soll noch auf Behandlungsmöglichkeiten bei einem Befall eingegangen werden:

Die Tiere können mit bestimmten Floh- und Zeckenpräparaten behandelt werden (Tinkturen, Halsbänder, Shampoos usw.), die man in der Apotheke oder beim Tierarzt käuflich erwerben kann. Einige dieser Mittel enthalten einen wirksamen Schutz gegen beide Parasitenformen.

Bei Flohbefall sollte die gesamte Wohnung „gereinigt“ werden, da sich hier die Parasiten im Jungstadium verteilen. Hierfür gibt es spezielle Behandlungen, die in der Wohnung versprüht werden.
Eventuell wird auch eine Bandwurmbehandlung durchgeführt. Dies entscheidet aber der Tierarzt.

Die Zecken werden am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken entfernt. Es kann auch eine herkömmliche Pinzette benutzt werden. Es sollte sehr darauf geachtet werden, die Zecke samt Kopf zu entfernen. Sollte er doch in der Haut stecken bleiben, darf nicht versucht werden, den Kopf selbst zu entfernen, da dies zu Verletzungen führen kann. Er wird in der Regel nach einer gewissen Zeit vom Tierkörper selbst abgestoßen oder bleibt als Knötchen zurück. Sollten Entzündungen entstehen, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden, da es sonst zu Eiterungen kommen kann.

Thema: Sonstiges

Tags: Katzenpflege Hundepflege Katzenkrankheiten Hundekrankheiten

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/173-floehe-und-zecken-bei-hunden-und-katzen.html

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Haarausfall bei Katzen: Infos, Ursachen & Behandlung
07.08.2009 um 20:27 - Thema: Katzen



Der Haarausfall bzw. die Alopezie bei der Katze bezeichnet oft einen symmetrischen Haarausfall, der sich an besonders anfälligen Stellen zeigt. Dieser kann in verschiedenen Formen auftreten.

Die Krankheit wird zunächst einmal in den angeborenen Haarausfall (Alopecia congenita) oder den erworbenen Haarausfall unterteilt. Der erworbene Haarausfall kann wiederum in „lokal“ (Alopecia areata) oder „generalisiert“ (Alopecia generalisata) gegliedert werden.

Der angeborene Haarausfall ist eine seltene Autoimmunerkrankung des Tieres. Charakteristisch sind von einem Krankheitsherd ausgehende, nicht-entzündliche Stellen mit anschließendem Haarausfall. Es wurden bisher viele Therapien versucht, jedoch gab es keine spezifische, die jedem Tier geholfen hätte. Bei der Mehrzahl der Katzen gingen jedoch zwischen sechs Monaten und zwei Jahren die Symptome spontan und dauerhaft zurück.

Der erworbene, lokale Haarausfall breitet sich hauptsächlich über Kopf und Rumpf aus und verläuft ohne Hautläsionen. Leider liegen hier bezüglich der Therapie keine Erfahrungen vor, da diese Form der Alopezie bei Katzen selten vorkommt.

Weitere Ursachen des Haarausfalls können auch die endokrine und die selbstinduzierte Alopezie sein.

Die endokrine Alopezie entsteht aus einer hormonellen Veränderung heraus. Diese Art des Haarausfalls kommt häufig bei Katern nach der Kastration, weniger jedoch bei Katzen vor. Das Fell des Tieres kann dabei leicht herausgezogen werden und wird an vielen Stellen dünner. Hier kann eine Verabreichung von Hormonen sinnvoll sein. Sobald das Gleichgewicht des Hormonhaushalts wieder hergestellt ist, verschwinden auch die Symptome.

Die selbstinduzierte Alopezie (kurz FSA: „Feline Selbstinduzierte Alopezie) kann wiederum unterteilt werden:

Zunächst kann ein Parasitenbefall der Grund für Haarausfall sein. Oft sind die Parasiten aber nicht leicht nachzuweisen, da die Katze durch das intensive Belecken ihres Fells die Parasiten und die Eier entfernt. Deshalb werden Kotproben zum Nachweis genommen. Wenn Parasiten nachgewiesen werden, hilft eine spezielle Behandlung zur Abtötung des Ungeziefers.

Eine weitere Ursache sind allergische Reaktionen. Diese können zum Beispiel durch Pollen, Hausstaub und Futterallergene hervorgerufen werden. Eine Allergie auf Umweltallergene kann durch einen Haut-Allergietest nachgewiesen und gut mit Cortison behandelt werden. Schwieriger wird es bei der Allergie auf Futterbestandteile. Hier bleibt nur die Möglichkeit einer sogenannten „Hypoallergendiät“. Hier wird durch Provokation der Auslöser gefunden.

Die psychogene Alopezie ist eine weitere Form der FSA. Sie wird in den meisten Fällen durch Stress der Katze wie zum Beispiel durch ein Trauma, einen Umzug, Verlust eines Partners usw. ausgelöst. Hier hilft Vermeidung von Stresssituationen, Unterstützung durch den Katzenbesitzer und viel Geduld.

Des Weiteren findet man die psychogene Leckalopezie. Sie wird in die Reihe von Verhaltensstörungen eingegliedert. Denn dabei leckt oder beißt die Katze so lange ihr Fell, bis sich Stellen der Haut entzünden und sich Haarausfall einstellt. Dies ist für Besitzer oft schwer von einer Erkrankung durch Pilz- oder Parasitenbefall zu unterscheiden, vor allem, da die Katze dies oft heimlich macht. Wenn vom Arzt physische Erkrankungen ausgeschlossen werden, kann diese Störung mit einer Verhaltenstherapie (oft auch in Verbindung mit Psychopharmaka) beseitigt werden.

Das Thema Haarausfall bei der Katze kann noch viel weiter ausgedehnt werden. Hier hilft bei Interesse das Gespräch mit Ihrem Tierarzt / Ihrem Tierheilpraktiker oder entsprechende Literatur.

Thema: Katzen

Tags: Katzenkrankheiten Katzenpflege

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/172-haarausfall-bei-katzen-infos-ursachen-behandlung.html

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