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11.04.2012 um 11:03: WWF: Russland schützt seltenste Raubkatze der Welt
11.08.2009 um 13:11: Infos zur Tierbestattung und Tierfriedhöfen
17.07.2009 um 11:20: WWF fürchtet baldiges Aussterben der Tiger


WWF: Russland schützt seltenste Raubkatze der Welt
11.04.2012 um 11:03 - Thema: Tierschutz



WWF: Russland schützt seltenste Raubkatze der Welt
„Leopardenland“: Neuer Nationalpark für Amur-Leoparden

Wladiwostok, Mittwoch, 11. April 2012 - Nach zwölf Jahren Vorarbeit des WWF hat die russische Regierung im Fernen Osten an der chinesischen Grenze einen neuen Nationalpark eingerichtet um die letzten 30 lebenden Amur-Leoparden zu schützen. Diese Leopardenart gilt als die seltenste Großkatze der Welt. Nun sollen zukünftig bis zu 50 Tiere im neuen Nationalpark leben können und die Art vor dem Aussterben bewahrt werden. Der neue Nationalpark mit Namen „Leopardenland“ im Südwesten der Provinz Primorsky hat eine Größe von 262.000 Hektar und wird zusammen mit dem bestehenden Naturreservat Kedrovaya Pad verwaltet. Das „Leopardenland“ entspricht damit der Größe von Vorarlberg. „Der Lebensraum der Amur-Leoparden hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert. Der neue Nationalpark ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Rettung der Art“, sagte Igor Chestin, Geschäftsführer von WWF Russland.
Der Nationalpark umfasst 60 Prozent der Lebensräume in denen die Amur-Leoparden heute noch vorkommen. Das Parkgebiet umfasst alle Fortpflanzungsgebiete, die die weiblichen Leoparden von Generation zu Generation weitergeben. Der Park wird auch die Heimat von zehn Amur-Tigern, die wichtig für den Bestand in China sind. Das neue „Leopardenland“ wurde gestern auf einer Tagung der Russischen Geographischen Gesellschaft in St. Petersburg präsentiert.

http://www.youtube.com/watch?v=5Vd3-nBSjpc

Der WWF arbeitete seit 2001 an der Schaffung dieses Nationalparks für das Überleben der seltenen Großkatzen. „Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit ist es uns gelungen, die Regierungsspitzen auf die Bedrohung der Amur-Leoparden aufmerksam zu machen“, freut sich WWF-Experte Yuri Darman. Der russische Vizeminister Sergey Ivanov hat sogar die persönliche Verantwortung für den Schutz der Leoparden und die Einrichtung des neuen Nationalparks übernommen.

30.000 Hektar des Parks gehören zur Kernzone. Rund eine Million Euro lässt sich Russland den Betrieb des Nationalparks kosten. 120.000 Hektar entlang der russisch-chinesischen Grenze bekommen ein spezielles Parkmanagement, das die Region als Ganzes schützen wird. Für den Zutritt braucht es eine spezielle Genehmigung. Mit einem Aufwand von zwölf Millionen Euro soll die Infrastruktur entwickelt werden. Die Farmen und das Land um die Städte und Militärzonen wurden zur 38.000 Hektar großen Wirtschaftsentwicklungszone erklärt. In der 72.000 Hektar großen Erholungszone ist auch die Entwicklung von Ökotourismus geplant.

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Raubkatzen Amur-Leopard

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/219-wwf-russland-schuetzt-seltenste-raubkatze-der-welt.html

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Infos zur Tierbestattung und Tierfriedhöfen
11.08.2009 um 13:11 - Thema: Sonstiges



Die Bestattung von Tieren ist keine Erscheinung der Moderne. Bereits im alten Ägypten wurden als heilig verehrte Tiere mumifiziert und beigesetzt. Friedrich der Große ließ sich neben seinen Lieblingshunden beisetzen. Der berühmte Hundefriedhof von Asnières, südlich von Paris gelegen, ist ein weiteres Beispiel für die europäische Geschichte von Tierbestattungen. Bestattet werden hauptsächlich Haustiere wie Katzen oder Hunde, aber auch Kleintiere und beispielsweise Pferde. Analog zur Bestattung von Menschen findet die Beisetzung von Tieren in speziellen Urnen und Särgen statt. Die Einäscherung und Beisetzung von Haustieren hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Laut Verordnung Nr. 1774/2002 des Europäischen Parlaments sind aufgrund des Gesundheits- und Umweltschutzes sowie des Seuchenschutzes und der Tierseuchenbekämpfung tote Tiere und Tierkörperteile unschädlich zu beseitigen.

Die Beisetzung von Tierkörpern im Erdreich ist in Deutschland für einzelne Haustiere nach Teil 6, §27 zulässig. Allerdings wird diese von den Landkreisen und Städten unterschiedlich gehandhabt.

Die Übergabe eines toten Tieres an die Tierkörperverwertung ist in allen Bundesländern Österreichs gesetzlich vorgeschrieben. Die Regelung, ob Tierkörper vergraben werden dürfen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Wien beispielsweise ist es streng verboten, einen Tierkörper im Erdreich beizusetzen. In Niederösterreich und der Steiermark ist das Beisetzen von Tierkörpern auf eigenem Grund und Boden erlaubt. Allerdings gelten auch hier Gewichtsgrenzen und andere Einschränkungen. Mittelfristig wird das Beisetzen von Tierkörpern im Erdreich innerhalb der EU untersagt werden.

Nachdem das Haustier verstorben ist, verständigen der Tierarzt oder der Tierbesitzer ein Tierbestattungsunternehmen. Zu einem vereinbarten Zeitpunkt wird das Tier abgeholt und in das Institut überstellt. Nach der Abholung oder zu einem späteren Zeitpunkt kann sich der Tierbesitzer über die verschiedenen Möglichkeiten der Bestattung sowie die Auswahl von Urnen und Särgen (Kosten liegen zwischen 30 und 350 Euro) bei dem Tierbestattungsunternehmen informieren. Wird eine Bestattung ohne ein Tierbestattungsunternehmen gewünscht, kann das Tierkrematorium direkt vom Tierarzt oder Tierbesitzer beauftragt werden. Auch in diesem Fall werden für die Übergabe der Asche die Wünsche des Tierbesitzers berücksichtigt.

Für die Bestattung von Haustieren bestehen folgende Möglichkeiten:

Die Erdbestattung kann auf dem eigenen Grundstück oder einem speziell ausgewiesenen Tierfriedhof erfolgen. Bei der Bestattung auf dem eigenen Grundstück ist zu beachten, dass das Begraben in Wasserschutzgebieten sowie in der Nähe öffentlicher Plätze und Wege verboten ist. Die Grube muss mindestens 50 cm tief ausgehoben sein. Tierfriedhöfe befinden sich in jeder größeren Stadt. Der Miet- und Pflegevertrag wird meist über 5 Jahre abgeschlossen mit Kosten zwischen 300 Euro und 800 Euro zuzüglich Gedenkstein oder Sonderwünsche.

Die Einäscherung von Tierkörpern, ähnlich der Feuerbestattung von Menschen, findet in Tierkrematorien statt. Die einfache Einäscherung ist eine preiswerte Möglichkeit der Tierbestattung. Dabei werden mehrere Tiere in einer Sammelkremation gemeinsam eingeäschert. Anschließend wird die Asche vom Tierkrematorium beigesetzt oder auf einer Streuwiese verstreut. Die Kosten sind abhängig von der Tiergröße und liegen zwischen 80 und 300 Euro.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Einäscherung mit Rückführung der Asche. Dabei wird nur ein Tier eingeäschert. Die vollständige Asche wird dem Tierbesitzer in einer Urne sowie dem Einäscherungsdatum übergeben. Diese kann zu Hause aufbewahrt oder auf einem Tierfriedhof beigesetzt werden. Tierbesitzer können ihr Tier selbst zum Tierfriedhof bringen oder eine Abholung mit dem Betreiber vereinbaren. Die Kosten für eine die Kremierung mit Rückführung belaufen sich auf 100 bis 500 Euro.

Thema: Sonstiges

Tags: Hunde Katzen Kleintiere Pferde

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/175-infos-zur-tierbestattung-und-tierfriedhoefen.html

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WWF fürchtet baldiges Aussterben der Tiger
17.07.2009 um 11:20 - Thema: Tierschutz



Neuer Bericht: Tiger am Abgrund: Bestandszahlen 2009

WWF fürchtet baldiges Aussterben der Raubkatzen

Wien, 17. Juli 2009 - Nach einem neuen Bericht der Umweltstiftung WWF und des Artenschutzprogramms TRAFFIC leben weltweit nur noch rund 3.500 bis 5.000 Tiger in freier Wildbahn. Damit gehört die größte aller Raubkatzen zu den am stärksten bedrohten Tierarten dieser Erde. Der südchinesische Tiger, von dem vor zehn Jahren wahrscheinlich noch 20 bis 30 Individuen existierten, könnte mittlerweile ausgestorben sein, so der WWF. „Ursache für den dramatischen Bestandsrückgang ist neben dem Lebensraumverlust vor allem die Wilderei und der illegale Handel mit Tigerknochen, Fell oder Zähnen“, sagt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. „Wenn im Kampf gegen die Wilderei nicht schnellstens ein Durchbruch gelingt, wird es Tiger bald nur noch in Zoos geben.“

Dreizehn Tigerstaaten wurden in dem Bericht „Die Zukunft der Tiger“ danach beurteilt, wie effektiv sie gegen die illegale Jagd und den Handel vorgehen. Als „absolut ungenügend“ werden in dem Ranking die geringen Anstrengungen von Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam bewertet. „Ausreichend bis gut“ sind hingegen die Maßnahmen in Kambodscha, China, Indien, Nepal und Russland. „Von einem großen, entscheidenden Durchbruch im Schutzmanagement für die Raubkatze sind wir jedoch noch weit entfernt“, sagt WWF-Expertin Jahrl. Die Hoffnungen liegen jetzt auf einer langfristigen, globalen Überlebensstrategie für den Tiger, die im kommenden Oktober von zahlreichen Organisationen - darunter der WWF und TRAFFIC - entwickelt werden soll.

Vor allem der Wunderglaube an die medizinische Heilkraft von Tigerprodukten schürt nach WWF-Informationen die Nachfrage. Trotz eines seit 1975 bestehenden, internationalen Handelsverbots, werden die Raubkatzen in ganz Asien weiterhin illegal abgeschossen. Nach den neusten Bestandsschätzungen steht der Sumatra-Tiger am Rande der Ausrottung. Als stark gefährdet gelten die Bestände des Amurtiger, sowie der Bengalischen, Indochinesischen und Malaysischen Unterarten. „Der WWF fordert ein härteres Vorgehen gegen Wilderei und den Schmuggel mit Tiger-Produkten“, sagt Jahrl. Nur durch vereinte Anstrengungen der - zumeist armen - Tigerverbreitungsstaaten und wohlhabender Geberländer könne das Aussterben des Tigers noch verhindert werden.

Der WWF hat jüngst eine Initiative gestartet, die sich in elf Ländern zur Rettung der Tiger engagiert und die Anzahl der frei lebenden Tiger bis 2020 deutlich erhöhen will.

Thema: Tierschutz

Tags: Raubkatzen Tiger Artenschutz

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/159-wwf-fuerchtet-baldiges-aussterben-der-tiger.html

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