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07.03.2012 um 10:23: Mensch-Hund Beziehung: Studienteilnehmer gesucht!
07.11.2008 um 12:19: Problemhund – mein Hund macht, was er will


Mensch-Hund Beziehung: Studienteilnehmer gesucht!
07.03.2012 um 10:23 - Thema: Hunde




Forschungsprojekt zu Mensch-Hund-Beziehung: Interessierte Hundehalter können an der neuen Studie teilnehmen

Ein Team um den bekannten Verhaltensforscher Kurt Kotrschal von der Universität Wien forscht im Rahmen eines neuen FWF-Projekts an den Beziehungsmustern zwischen Mensch und Hund. Es geht dabei vor allem um Langzeitbeziehungen. Ziel ist es, das Verständnis der Mensch‐Hund‐Beziehung zu vertiefen. Für das laufende Forschungsprojekt werden vor allem noch Männer, die gemeinsam mit ihrem Hund an dieser Studie teilnehmen möchten, gesucht. Der Hund ist der engste und längst gediente Tiergefährte des Menschen, ihre Beziehungsmuster sind jedoch nach wie vor wenig erforscht. Ermöglicht wird diese zwischenartliche Sozialbeziehung wahrscheinlich durch gemeinsame evolutionäre Voraussetzungen wie Gehirnstrukturen sowie physiologische und psychologische Mechanismen.

In diesem evolutionären Theorierahmen zielt das Projekt "Faktoren der Mensch‐Hund‐Beziehung" darauf ab, durch Integration von Verhalten sowie physiologischer und psychologischer Parameter die Beziehung zwischen Mensch und Hund noch besser verstehen zu lernen. In einer Pilotstudie an 22 Mensch‐Hund‐Teams (weibliche und männliche Halter von unkastrierten Rüden) zeigte sich, dass die Interaktions‐ und Beziehungsmuster, die praktische Funktionalität des Teams sowie die beziehungsabhängigen Muster des Stresshormons Kortisol bei beiden Partnern von Persönlichkeitsmerkmalen und Einstellung sowie vom Geschlecht der BesitzerInnen abhing.

Aufbauend auf diese Ergebnisse werden die WissenschafterInnen Hypothesen zur Ausbildung von Beziehungsmustern an 120 Mensch-Hund-Paaren untersuchen. Getestet werden sowohl Männer als auch Frauen mit ihren intakten Rüden und Hündinnen, je 30 aus jeder Geschlechterkombination.

Mensch-Hund-Paare für Studie gesucht
Die VerhaltensforscherInnen suchen vor allem noch Männer, die mit ihren Hunden an dieser Studie teilnehmen wollen. Interessierte melden sich bitte über das Kontaktformular, das sie auf der Homepage der Forschungsgruppe Mensch-Tier-Beziehung des Departments für Verhaltensbiologie der Universität Wien finden (Link ist unten angeführt)

Das Verhalten von Halter und Hund wird während verschiedener Testsituationen auf Videos aufgezeichnet und anschließend mithilfe einer speziellen Software kodiert. Zusätzlich werden die Interaktionen zwischen Hund und Halter auf versteckte zeitliche Muster analysiert. Informationen zur Persönlichkeitsstruktur des Halters und des Hundes sowie zur Beziehung und Bindung des Halters zum Hund werden über Fragebögen erhoben. Darüber hinaus werden die Kortisolwerte der Partner in Alltagsituationen und nach Herausforderungen gemessen.

Ziel ist es, einen weiteren Beitrag zum Verständnis der Mensch‐Hund‐Beziehung zu liefern. Schließlich kann ein besseres Verständnis dessen auch die praktische Arbeit mit Haltern und ihren Hunden verbessern und ist auch für den Einsatz von Tieren in der Pädagogik und Therapie sowie für den Tierschutz von Bedeutung. Mensch‐Tier‐Dyaden sind auch ein relevantes Modellsystem zur Erforschung von Langzeitbeziehungen Mensch-Mensch.



Kontakt für Teilnahme an der Studie
http://mensch-tier-beziehung.univie.ac.at/teilnehmer-fuer-studie-gesucht/

Thema: Hunde

Tags: Hundeverhalten Studien Verhaltensforschung

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/217-mensch-hund-beziehung-studienteilnehmer-gesucht.html

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Problemhund – mein Hund macht, was er will
07.11.2008 um 12:19 - Thema: Hunde



Problemhunde führen zwangsläufig zu Hundeproblemen. Wer einen Hund mit einer Verhaltensstörung hat, wird wissen, wie es ist, mit einem solchen Problemhund zu leben. In erster Linie muss in gewisser Weise auf den Hund eingegangen werden, allerdings nicht so, wie wir Menschen uns das vorstellen würden.

Ein Hund wird nur dann zu einem Problemhund, wenn man in der Erziehung einige Dinge falsch gemacht hat, sei es in der Ausbildungsart die man für den Hund gewählt hat oder auch im Umgang mit dem Hund. Man kann eine Menge falsch machen, nur weil man menschlich gesehen das Richtige getan hat.

Nimmt man als Beispiel Verhaltensprobleme in Sachen Alleinsein des Hundes: Hier beginnt man in kleinen Schritten, der Hund wird minutenweise an das Alleinsein gewöhnt, viele Hundehalter machen hier bereits den Fehler, entweder die Zeitspanne zu schnell zu lange zu gestalten oder aber sie kommen sofort zu dem Hund, wenn dieser anfängt zu jaulen und zu winseln. Der Hund merkt sich in diesem Falle, dass es gut ist zu jaulen – dann kommen nämlich seine Menschen zu ihm, für ihn heißt dies im Umkehrschluss: Sind meine Menschen weg, fange ich an zu jaulen oder gar zu bellen. Dies ist natürlich nicht gewollt vom Hundehalter, er denkt aber, dass er sich oder dem Hund einen Gefallen damit tut, zum Hund zu gehen, sobald dieser beginnt zu jaulen. Leider ist das Gegenteil der Fall. Je öfter man dies praktiziert, desto schwieriger wird es, dem Hund das Verhalten wieder abzugewöhnen. Also fängt man erst mit wenigen Minuten Alleinsein an, diese Übung kann man ruhig mehrmals pro Tag wiederholen, innerhalb eines Monates ist sicher schon ein Zeitraum von 1 bis 2 Stunden möglich, wenn man das Verhalten, welches man selbst wünscht, konsequent mit dem Hund zusammen erarbeitet.





Grundsätzlich ist zu sagen, dass es keinen geborenen Problemhund gibt, denn Hunde machen immer das, wozu sie das Rudel (in dem Fall ist es ihre Familie bzw. ihr einzelner Halter) animiert. Duldet man anhaltend Dominanzgehabe des Hundes, wird er sich sehr schnell in der Chefposition wieder finden, diese Position ihm wieder abzuerkennen gestaltet sich schwierig.

Kleine Verhaltensregeln sollten also hier befolgt werden: Ein mögliches Spiel beendet immer der Hundehalter. Sofas und Betten dürfen nur belegt werden, wenn es der Halter erlaubt. Gefressen wird grundsätzlich nach Frauchen oder Herrchen; dem Halter muss es möglich sein, dem Hund das Fressen wieder weg zu nehmen - Futterneid darf innerhalb des Rudels nicht entstehen. Solche und andere Möglichkeiten können bereits während der Erziehung vorbeugend gegen die Entwicklung von Problemhunden wirken.

Nimmt man nun einen Hund zum Beispiel aus dem Tierschutz bei sich auf, der deutliche Verhaltensprobleme zeigt, so kann man sich dessen annehmen, indem man mit ihm zu einem fachkundigen Hundetrainer geht. Dieser wird den Hund analysieren und auch den Alltag des jetzigen Besitzers unter die Lupe nehmen und kann daraufhin eine Verhaltenstherapie speziell auf den Hund ausgerichtet entwickeln.

Wer es nicht ganz so individuell gestalten möchte oder kann, der kann auch bei renommierten Hundeschulen eines von vielen Hundeseminaren besuchen, hier wird man auch bemerken, dass man nicht allein mit dem Problem „gestörter Hund“ ist, hier kann man sich austauschen und Tipps und Tricks mitnehmen. Die Erfahrung anderer Hundehalter ist sicher in der Problembewältigung ein wichtiger Baustein und kann dem Hund und auch seinem Halter nur Gutes bringen.

Das A und O der Hundeerziehung sollte – egal bei welcher Rasse – in der Konsequenz in der Erziehung des Vierbeiners liegen, so kann man Verhaltensprobleme vorbeugen und auch erfolgreich bekämpfen. Ganz wichtig ist: Geduld wird groß geschrieben und Gewalt gehört nicht zur Erziehung.

Thema: Hunde

Tags: Problemhunde Hundeerziehung Hundeverhalten

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/127-problemhund-mein-hund-macht-was-er-will.html

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