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ALLE POSTINGS ZUM THEMA BEUTEGREIFERVERORDNUNG


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ALLE POSTINGS MIT DEM TAG BEUTEGREIFERVERORDNUNG

09.12.2009 um 12:25: Greifvogelverordnung: NÖ erlaubt Töten als Freizeitvergnügen
04.02.2009 um 10:33: WWF: 20.000 mal NEIN zu Vogelmord in NÖ!
22.01.2009 um 19:09: WWF: Stopp dem Greifvogelmord in NÖ
13.01.2009 um 14:04: WWF: Neue Greifvogelverordnung: Blutiger Jänner in NÖ!


Greifvogelverordnung: NÖ erlaubt Töten als Freizeitvergnügen
09.12.2009 um 12:25 - Thema: Tierschutz



Seit 1. Dezember dürfen wieder hunderte geschützte Greifvögel geschossen werden.

St. Pölten/Wien, am 9. Dezember 2009 - Ab sofort ist in Niederösterreich wieder die Jagd auf geschützte Greifvögel eröffnet: bis 31. Jänner dürfen 200 Mäusebussarde und 40 Habichte abgeschossen werden, obwohl sie nach der EU-Vogelschutzrichtlinie in ganz Europa unter Totalschutz stehen. Die im Vorjahr erlassene „Niederösterreichische Beutegreiferverordnung“ macht dies möglich, weil sie einen Ausnahmeparagraphen des EU-Regelwerkes zugunsten der Jagd auslegt: Greifvögelabschüsse als Freizeitvergnügen seien zulässig, weil sie eine „vernünftige Nutzung“ darstellen. WWF und BirdLife protestieren und fordern eine sofortige Rücknahme der Verordnung.

Die europäische Vogelschutzrichtlinie verbietet in Artikel 5 das „absichtliche Töten oder Fangen“ wildlebender Vogelarten. Welche Arten im Ausnahmefall dennoch bejagt werden dürfen, ist in Anhang II der Richtlinie angeführt. Greifvögel wie Bussarde und Habichte gehören eindeutig nicht dazu.

„Wir sind sicher, dass die EU das reine Freizeitvergnügen nicht als Ausnahmegrund anerkennt. Von einer ‚vernünftigen Nutzung’ kann bei Mäusebussard und Habicht sowieso keine Rede sein – sie sind weder essbar, noch kann man die Herstellung von Stopfpräparaten als dringende Notwendigkeit darstellen“, sagt Bernhard Kohler vom WWF Österreich.

“Obendrein geraten durch die Verordnung weltweit gefährdete Vogelarten wie der Sakerfalke ins Visier der Jagd“, warnt Gábor Wichmann von BirdLife Österreich. „Diese vom Aussterben bedrohte Falkenart kann aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem Mäusebussard sehr leicht verwechselt und versehentlich abgeschossen werden“.

Mit der im Vorjahr erlassenen Beutegreifer-Verordnung gibt Naturschutzlandesrat Pernkopf neuerlich dem Druck der Niederösterreichischen Jägerschaft nach. Bereits 2002 versuchte das Land Niederösterreich eine Ausnahmeregelung für Mäusebussard und Habicht bei der EU-Kommission durchzusetzen, damals ohne Erfolg. „Von einem Umweltlandesrat erwarten wir uns ein sorgsames Abwägen zwischen den Interessen von Schutz und Nutzung statt eines Kniefalls vor der Jägerschaft“, so die Naturschutzverbände empört.

Im Artikel 9 der EU-Vogelschutzrichtlinie sind Ausnahme-Situationen festgelegt, in denen das generelle Tötungsverbot (gemäß Artikel 5) gelockert werden kann: Seltene Arten dürfen bejagt werden, wenn menschliches Leben in Gefahr ist, große wirtschaftliche Schäden drohen oder es die wissenschaftliche Forschung unbedingt erfordert. Darüber hinaus ist eine „vernünftige Nutzung“ bestimmter Vogelarten in geringen Mengen möglich – freilich nur selektiv und „unter streng überwachten Bedingungen“. Auf diese Bestimmung beruft sich die Niederösterreichische Beutegreiferverordnung. „Eine Fehlinterpretation des Ausnahmeparagraphen“, bringt es Wichmann auf den Punkt.

Thema: Tierschutz

Tags: Artenschutz Beutegreiferverordnung WWF

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/181-greifvogelverordnung-noe-erlaubt-toeten-als-freizeitvergnuegen.html

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WWF: 20.000 mal NEIN zu Vogelmord in NÖ!
04.02.2009 um 10:33 - Thema: Tierschutz



Wien, am 4. Februar 2009 - Der von der NÖ Landesregierung verordnete Abschuss von 200 Mäusebussarden und 40 Habichten in Niederösterreich hat massiven Protest im In- und Ausland ausgelöst. Innerhalb von drei Wochen haben sich 20.000 Bürgerinnen und Bürger der Kritik von WWF, BirdLife und zahlreichen anderen Organistationen angeschlossen. In einer Petition fordern sie die sofortige Rücknahme der umstrittenen Niederösterreichischen Beutegreiferverordung. “20.000 Stimmen sind ein überdeutliches Signal an Landesrat Josef Plank, nun sofort die Konsequenzen zu ziehen und ein totales Abschussverbot zu erlassen!”, so Dr. Bernhard Kohler vom WWF. Sollte die Niederösterreichische Landesregierung die Verordnung nicht zurücknehmen, werden WWF und BirdLife eine Klage bei der Europäischen Union einreichen.

“Die Beutegreiferverordnung ist dazu geeignet, dem Ansehen Österreichs im Ausland nachhaltig zu schaden”, ist Gabor Wichmann von BirdLife überzeugt. “Schon allein deshalb hat dieser Versuch Niederösterreichs, sich am EU-Recht vorbeizuschwindeln, in breiten Kreisen nur Unverständnis und Kopfschütteln ausgelöst.” Es wurden sogar Vergleiche mit den Singvogelabschüssen in Italien laut.

Kurz vor Weihnachten 2008 hatte die NÖ Landesregierung die Abschuss-Verordnung erlassen. Danach sind auf die Dauer von 5 Jahren im Dezember und Januar jeden Jahres 200 Mäusebussarde und 40 Habichte abzuschießen - in Summe also 1.200 Greifvögel. “Als fadenscheinige Begründung für dieses Massaker müssen bedrohte Tierarten herhalten, die angeblich von Mäusebussard und Habicht gefressen werden”, ist Kohler empört. Außerdem werden die Abschüsse als “vernünftige Nutzung” im Rahmen einer “Freizeitbeschäftigung der Jagdausübungsberechtigten” etikettiert.

WWF, BirdLife und die Grünen NÖ haben jeweils Stellungnahmen gegen die Verordnung eingebracht. Darin weisen sie auf die zahlreichen Fehler und Ungereimtheiten des Gutachtens hin, das ihr zugrunde liegt. Die Organisationen sind sich einig, dass die Greifvogelverordnung nicht der EU-Vogelschutzrichtlinie entspricht und somit gegen EU-Recht verstößt.

Bereits 2002 hatte die NÖ Landesregierung versucht, eine Beutegreifer-Verordnung zu erlassen, war jedoch an der EU-Kommission gescheitert, die deswegen ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich eingeleitet hatte. WWF und BirdLife sind davon überzeugt, dass eine neuerliche EU-Klage zur Aufhebung der bestehenden Verordnung führen würde. “Ob Niederösterreich diesen Imageschaden riskieren möchte, muss das Land selbst entscheiden. Aus unserer Sicht wäre es besser, jetzt gleich reinen Tisch zu machen”, appellieren die Naturschutzorganisationen abschließend nochmals an Landesrat Plank für eine sofortige Rücknahme der Verordnung.

Protest gegen die Abschuss-Verordnung: http://www.wwf.at/greifvogelpetition

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Beutegreiferverordnung

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/144-wwf-mal-nein-zu-vogelmord-in-noe.html

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WWF: Stopp dem Greifvogelmord in NÖ
22.01.2009 um 19:09 - Thema: Tierschutz



Stopp dem Greifvogelmord in Niederösterreich!

St. Pölten, am 22. Jänner 2009 - Drei verkleidete Greifvögel, ein Weidmann mit Plastikbüchse und jede Menge blutrote Konfetti: Vor dem Landtag in St. Pölten appellierten heute WWF, BirdLife Österreich und die Grünen Niederösterreich in einer gemeinsamen Aktion an DI Josef Plank: “Herr Landesrat, stoppen Sie den Greifvogelmord in Niederösterreich!” Im Dezember 2008 hatte die NÖ Landesregierung eilig eine neue Beutegreiferverordnung erlassen, die die Bestimmungen der EU-Vogelschutzlinie teilweise zu umgehen versucht. Seither sind in Niederösterreich 200 Mäusebussarde und 40 Habichte zum Abschuss freigegeben, weil sie angeblich an der Ausrottung bedrohter Tierarten beteiligt sind. “In Wahrheit dient die Verordnung wohl rein jagdlichen Interessen. Bestimmte Kreise innerhalb der Jägerschaft versprechen sich von einer Dezimierung der Greifvögel mehr Fasane und Hasen”, sind die drei Organisationen überzeugt.

Unter http://www.wwf.at/greifvogelpetition können Bürgerinnen und Bürger den Protest gegen die Verordnung unterstützen.

„Die Argumentation 'Schutz gefährdeter Tierarten durch das Abschießen anderer Arten' ist absurd und auch wissenschaftlich nicht haltbar”, so WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger. Bei keiner der 26 bedrohten Tierarten, die in der Verordnung aufgezählt sind, ist eine Bedrohung durch Mäusebussard und Habicht nachgewiesen. Bei 16 Arten davon fehlt sogar der Nachweis, dass sie von den beiden Greifvögeln gefressen werden, oder sie sind - wie etwa die Wiesenotter - in Niederösterreich überhaupt ausgestorben.

"Die Verordnung entbehrt jedes fachlichen Hintergrundes und hat nicht nur in Österreich, sondern auch in internationalen Fachkreisen großes Unverständnis und massiven Unmut ausgelöst”, erklärt Gabor Wichmann, Stv. Geschäftsführer von BirdLife Österreich. “Außerdem öffnet das Land Niederösterreich dadurch Tür und Tor für 'irrtümliche' Abschüsse von sehr seltenen und besonders bedrohten Greifvögeln wie Sakerfalke, Seeadler und Kaiseradler”, so der Vogelexperte.

Bereits 2002 wollte die Niederösterreichische Landesregierung eine derartige Beutegreifer-Verordnung erlassen. Damals bestätigte die EU-Kommission, dass sie der Beschwerde von WWF und BirdLife folgen und ein Vertragsverletztungsverfahren gegen die Republik Österreich einleiten würde. Bevor die Angelegenheit zum europäischen Gerichtshof gelangen konnte, zog man die Verordnung zurück. „Jetzt versucht es Niederösterreich erneut, stützt sich auf ein wissenschaftlich nicht haltbares Gutachten und hofft, dass die Aussage der Juristen, die Verordnung sei eine ,vernünftige Nutzung', der EU genügt. Eine Absurdität made in Niederösterreich“, ist auch die Landeschefin der Grünen NÖ, Madeleine Petrovic, empört. “Wenn das Land NÖ den Sonntagsjägern wieder einen Jagd-Freibrief zu Lasten einer bedrohten Tierwelt ausstellt, macht es erneut kein gutes Bild im europäischen Kontext. Plank torpediert mit dieser Verordnung die Bemühungen für einen umfassenden Schutz der Natur in Niederösterreich“, so Petrovic.

Die Inititatoren fordern Landesrat Plank auf, die NÖ Beutegreiferverordnung sofort zurück zu nehmen. Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen Naturschutz und Jagd voneinander profitieren können, wie etwa bei Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung für bedrohte Arten. Die vorliegende Verordnung ist nach Ansicht von WWF, BirdLife und Grünen mit einer verantwortungsvollen und zeitgemäßen Jagd zum Wohl der Natur jedoch in keinster Weise vereinbar.

Jetzt unterstützen!: http://www.wwf.at/greifvogelpetition

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Beutegreiferverordnung Seeadler

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/142-wwf-stopp-dem-greifvogelmord-in-noe.html

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WWF: Neue Greifvogelverordnung: Blutiger Jänner in NÖ!
13.01.2009 um 14:04 - Thema: Tierschutz


Wien, am 13. Jänner 2009 - Kurz vor Weihnachten wurde von der niederösterreichischen
Landesregierung eilig eine neue "Beutegreiferverordnung" zum Abschuss von 250
Greifvögeln beschlossen
. Diese Verordnung soll einen beispiellosen jagdlichen
Eingriff in die heimische Vogelwelt ermöglichen. Bis zum 31. Jänner ist es niederösterreichischen
Jägern erlaubt, 200 Mäusebussarde und 50 Habichte zu erlegen
; offiziell, um gefährdete
Arten - die angeblich auf dem Speisezettel der Greifvögel stehen - zu schützen.
"Unter dem Deckmantel des Naturschutzes wird hier offenbar alten Feindbildern,
den Greifvögeln, das Halali geblasen", ist Dr. Bernhard Kohler vom WWF empört.
Wegen dieses mittelalterlichen Jagdverständnisses wurden in der Vergangenheit
zahlreiche Tierarten wie Seeadler, Kaiseradler, Braunbär oder Luchs als vermeintliche
Nahrungskonkurrenten des Menschen ausgerottet. WWF und BirdLife Österreich fordern
Landesrat Plank zur sofortigen Rücknahme der Beutegreiferverordnung auf.




Gefährdete Arten wie Brachpieper, Smaragdeidechse oder Springfrosch, die in der
Verordnung zur Legitimation für die Abschüsse herangezogen werden, verschwinden
nicht durch Greifvögel, sondern durch die rasant fortschreitende Zerstörung ihres
Lebensraumes. Mäusebussarde fressen vorwiegend Mäuse und Aas, der Habicht erbeutet
vor allem Vögel bis zu einer Größe von Krähen, Eichelhäher und Ringeltauben.
Bei keiner der 26 Arten, die in der Verordnung aufgezählt sind, ist eine Bedrohung
durch Mäusebussard und Habicht wissenschaftlich nachgewiesen. Bei 16 Arten davon
fehlt sogar der Nachweis, dass sie überhaupt von den beiden Greifvögeln gefressen
werden. "Wir können der absurden Argumentation "Schutz durch Abschießen" absolut
nichts abgewinnen. In Wahrheit geht es in der Verordnung wohl um jagdliche Interessen,
indem man sich in den Niederwildrevieren mehr Fasane und Hasen verspricht. Habicht
und Mäusebussard halten hier als Sündenböcke für Lebensraumverluste her!" verurteilt
Mag. Gábor Wichmann von BirdLife Österreich die Verordnung scharf.

Die Greifvogelverordnung torpediert zudem langjährige Naturschutzbemühungen für
die Rückkehr ehemals ausgerotteter Arten nach Österreich. So brüten im Osten
unseres Landes fünf bis sieben Paare des majestätischen Seeadlers. Auch dem sehr
seltenen Kaiseradler ist in den letzten Jahren in Niederösterreich mit zwei Brutpaaren
ein eindrucksvolles Comeback gelungen. Mit der vorliegenden Verordnung öffnet
das Land Niederösterreich Tür und Tor für "irrtümliche" Abschüsse dieser bedrohten
Greifvögel, da Verwechslungen beim Abschuss vorprogrammiert sind.

Nach Meinung von WWF und BirdLife steht die Verordnung auch dem erklärten Bestreben
der niederösterreichischen Jägerschaft entgegen, eine moderne, "weidgerechte
Jagd zum Wohl der Natur" auszuüben. "Es ist bedauerlich, dass Landesrat Plank
sich hier für ein völlig veraltetes Jagdverständnis stark macht - sogar auf
die Gefahr einer neuerlichen EU-Klage hin", so die Naturschutzorganisationen.
Die aktuelle Verordnung stellt bereits den zweiten Versuch dar, in Niederösterreich
die EU-Vogelschutzrichtlinie zu umgehen, um die Jagd auf Greifvögel eröffnen
zu können. Beim ersten Anlauf war ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die
Republik Österreich die Folge. Auch diese vorliegende Neuverordnung verstößt
unzweifelhaft gegen EU-Recht, sind WWF und BirdLife überzeugt.

Stopp dem Abschuss geschützter Greifvögel in Niederösterreich!

Protestieren Sie jetzt!

Online-Petition unterschreiben unter: http://www.wwf.at/de/menu45/artikel1001/

Thema: Tierschutz

Tags: WWF Beutegreiferverordnung

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/139-wwf-neue-greifvogelverordnung-blutiger-jaenner-in-noe.html

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