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07.11.2008 um 12:19: Kampfhunde, muss man wirklich Angst haben?
01.08.2008 um 11:29: Spinnenphobie: Infos, Auslöser und Behandlung


Kampfhunde, muss man wirklich Angst haben?
07.11.2008 um 12:19 - Thema: Hunde



Als Kampfhunde bezeichnet man Rassen wie den Staffordshire Bullterrier, den American Staffordshire Bullterrier, den American Pit Bull Terrier und den Bullterrier, aber auch noch einige mehr. All diesen Kampfhunden wird ein aggressives Verhalten nachgesagt.

Man muss aber wissen, dass ein Kampfhund erst zu dem gemacht wird was man unter „Kampfhund“ versteht, wenn er erzogen und sozialisiert wird, sprich der Mensch ist „Schuld“ am Verhalten eines (jeden) Hundes, ganz besonders der oben aufgeführten Rassen.

So genannte Kampfhunde haben die Anlage ein aggressiver Hund zu werden, allerdings bereits im Blut, d. h. es ist einfacher einen Hund dieser Rasse zu einem gefährlichen Hund zu erziehen als zum Beispiel einen Whippet (Windhund).

Dies ist auch auf die breiten Kiefer zurück zu führen ist, die, sind sie erst einmal geschlossen, kaum noch auf zu bekommen sind. Die Erziehung sollte also dahingehend ausgerichtet werden, diese Rassen nicht mit Gewalt zu erziehen, sie nicht mit Prügeln zu Dingen zwingen, die sie im Rudel nie machen würden und sie auch nicht in einen so genannten Blutrausch zu versetzen. Gerade diese Hunde sollten zwar konsequent, aber dennoch gewaltlos erzogen werden, eine souveräne Führung durch den Hundehalter gibt auch einem Kampfhund die nötige Sicherheit, um entspannt mit fremden Menschen und Hunden umzugehen.

Leider weiß man nicht, wie der Gemütszustand eines Kampfhundes ist, wenn man diesen das erste Mal begegnet. Hier ist das Gespräch mit dem Hundehalter wichtig, er sollte ruhig und aktiv zum Wesen seines Hundes befragt werden und wird sicher gerne Auskunft über seinen Hund geben.

Die Kampfhundeverordnung sieht vor, dass jeder Besitzer einen solchen Hundes den Wesenstest mit seinem Hund durchführen lässt, ebenso muss der Hundehalter einen so genannten Hundeführerschein machen, hier werden der Umgang und die Erfahrung in Sachen Hundehaltung geprüft. Bei erfolgreicher Ablage und auch erfolgreichem Bestehen des Wesenstestes des Hundes ist es dem Halter erlaubt, seinen Hund ohne Maulkorb an der Leine zu führen.

Leinenpflicht besteht laut Kampfhundeverordnung in jedem Fall, auch wenn der Hund und auch der Halter sämtliche Prüfungen mit Bravour bestanden haben. Bei Hundefreilaufflächen ist es erlaubt, den Kampfhund ohne Leine laufen zu lassen, allerdings ist hier verstärkt auf das Miteinander unter den Hundehaltern und deren Hunden zu achten. Man sollte auch respektieren, wenn andere Hundehalter es wünschen, dass ein Kampfhund bitte dennoch an die Leine genommen wird. Das Gespräch sollte hier gesucht werden, und zwar von beiden Seiten aus.

Hundehaftpflichtversicherung


Für Kampfhunde gelten des Weiteren besondere Regeln in Sachen Versicherung und Haftpflicht, in jedem Land gibt es eine spezielle Kampfhundeversicherung und auch eine spezielle Kampfhundehaftpflicht. Natürlich wissen auch die Versicherer, dass Kampfhunde manches Mal einen größeren Schaden anrichten, aus diesem Grund sind diese beiden Versicherungen teurer, als es bei „normalen“ Hunden der Fall ist. Ein Halter eines Kampfhundes sollte aber sehr darauf bedacht sein, dass sein Hund – der unter die Kampfhundeverordnung fällt – nichts und niemandem schadet. Nur so wird auch die Akzeptanz gegenüber diesen eigentlich tollen Hunden wieder positiver ausfallen.

Geht der Hundehalter verantwortungsvoll mit seinem Tier um, so kann dieses auch keinem schaden. Der Halter soll souverän und sicher auftreten, so hat auch das Tier nicht das Gefühl, es müsste seinem Herrchen oder seinem Frauchen helfend zur Seite stehen, das Oberhaupt des „Rudels“ sollte NIE der Kampfhund sein, denn sie neigen zu Dominanz und die Beißhemmung ist relativ gering angesetzt. Ein Kampfhund sollte – wie auch jeder andere Hund – nie mit Kindern allein in einen Raum gelassen werden, so kann man auch mögliche Unfälle mit Kampfhunden verhindern.

Thema: Hunde

Tags: Kampfhunde Angst

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/126-kampfhunde-muss-man-wirklich-angst-haben.html

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Spinnenphobie: Infos, Auslöser und Behandlung
01.08.2008 um 11:29 - Thema: Spinnen



Arachnophobie ist das lateinische Wort für die Angst vor Spinnen. Bei Menschen mit Spinnenangst handelt es nicht um Personen, die Spinnen eklig finden, sondern um Menschen, die eine irrationale Panik vor Spinnen entwickelt haben. Sobald ein Arachnophobiker eine Spinne entdeckt, kann er den Blick nicht mehr von ihr abwenden.

Die Angst vor einem der kleinen Krabbeltiere kann soweit gehen, dass der Arachnophobiker Schweißausbrüche, Herzklopfen, Übelkeit und sogar eine Angstattacke bekommt.


Dabei muss die Spinne nicht lebendig vor dem Betroffenen sitzen, ein Foto einer Spinne oder sogar nur die Vorstellung, dass eine Spinne auftauchen könnte, reicht meist schon aus. Den Betroffenen ist normalerweise klar, dass ein Grund zur Angst vor der Spinne nicht besteht, trotzdem können sie nichts gegen ihre Angst tun.

Für Menschen giftige Spinnen gibt es in Österreich/Deutschland nicht. Es gibt drei Spinnenarten, die zwar beißen, aber dem Menschen damit keinen Schaden zufügen können. Lediglich der Biss des Dornfingers kann zu einer Schwellung, möglicherweise auch zu Kopfschmerz, Übelkeit oder sogar erhöhter Temperatur führen. Langzeitschäden sind allerdings nicht zu erwarten, in der Regel sind die Symptome nach drei Tagen wieder abgeklungen.

Für die Ursache der Phobie gibt es verschiedene Erklärungsansätze. Zum einen könnte das Verhalten als Kleinkind abgeschaut worden sein. Wenn ein Elternteil an Arachnophobie leidet, lernt das Kind möglicherweise aus dem Verhalten des Betroffenen, dass Spinnen gefährliche Tiere sind und entwickelt so eine eigene Phobie gegen Spinnen.

Eine weitere Möglichkeit könnte darin liegen, dass Spinnen in Relation zu ihrer Körpergröße sehr schnell, wendig und vor allem unberechenbar sind. Zudem bemerkt man sie oft erst dann, wenn sie nah am eigenen Körper sind.

Ebenfalls im Bereich des Möglichen ist, dass die Angst vom Erscheinungsbild der Spinnen kommt. Man sagt, dass der Mensch sich am meisten vor dem fürchtet, das vom eigenen Erscheinungsbild total abweicht. Allerdings gibt es mehrere Tierarten, die dem Menschen keineswegs ähnlich sehen, weswegen diese Theorie eher zu vernachlässigen ist.



Möglicherweise ist die Phobie auch genetisch bedingt und findet ihre Ursprünge in vergangenen Zeiten, als von Spinnen noch eine tatsächliche Gefahr ausging und Menschen von Spinnenbissen getötet wurden. In der evolutionären Entwicklung der Menschheit könnte sich die Spinnenangst so zu einer Arachnophobie weiter entwickelt haben. Außerdem könnte auch ein schlimmes Erlebnis mit einer Spinne zu einem Trauma geführt haben.

Als mögliche Therapie kommt vor allem die Verhaltenstherapie und hierbei insbesondere die Konfrontationstherapie in Betracht.

Eine Therapieform ist die systematische Desensibilisierung. Der Betroffene wird direkt mit einer Spinne konfrontiert und muss sich mit dieser und somit auch mit seiner Angst auseinandersetzen. Das geschieht zunächst aus der Distanz, zum Beispiel mit Fotos von Spinnen. Später soll der Phobiker dann Spinnen in Terrarien betrachten, wobei hier noch kein direkter Kontakt stattfindet und die Glaswand des Terrariums eine Schutzbarriere darstellt. Zum Ende der Therapie soll der Arachnophobiker sogar eine Spinne berühren. Der Therapeut als Vorreiter zeigt dem Betroffenen, dass die Spinne dem Menschen nichts tut. Dann soll es der Phobiker gleichtun.
Es ist wichtig, dass die Konfrontationstherapie nicht abgebrochen, sondern durchgehalten wird. Ein Abbruch könnte die Angst noch verstärken. Hat der Betroffene aber durchgehalten, stellt er fest, dass alles gar nicht so schlimm war. Er verliert die Angst oder kann sie zumindest kontrollieren.

Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die Reizüberflutung. Der Arachnophobiker wird in ein abgedunkeltes Zimmer gesperrt, in welchem sich sehr viele Spinnen aller Größen und Arten aufhalten. Es soll dem Zweck dienen, dass sich der Betroffene nach dieser Therapie den Spinnen ohne Angst oder Körpersymptomen nähern kann. Dieser Effekt konnte aber nur in den seltensten Fällen beobachtet werden. In der Regel verschlimmerte sich die Spinnenangst noch. Die Therapie ist daher sehr umstritten.

Einige Phobiker halten sich nach einer erfolgreichen Therapie beispielsweise Vogelspinnen als Haustiere. Die meisten Betroffenen können sich zwar einer Spinne nähern und ihre Nähe ohne Angstattacken ertragen, der Ekel und die Abneigung aber bleibt weiterhin bestehen. Immerhin wird die Lebensqualität nicht mehr beeinträchtigt und das ist das wichtigste Ziel der Verhaltenstherapie.

Thema: Spinnen

Tags: Spinnenphobie Angst Panikattacke

Permalink: http://blog.tieranzeigen.at/101-spinnenphobie-infos-ausloeser-und-behandlung.html

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