06.08.2009 um 11:58 - Thema: Pferde
Symptome beim Sommerekzem Das
Sommerekzem beim Pferd oder Pony macht sich durch einen
ständigen Juckreiz bemerkbar, der vermehrt bei warmen Temperaturen auftritt. Das Pferd scheuert sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit – an Bäumen auf der Weide, an der Boxenwand, und selbst Futtertrog und Selbsttränke bleiben nicht verschont. Selbst wenn keine Möglichkeit zum Scheuern vorhanden ist, neigt das Pferd zur Unruhe, wälzt sich oder versucht, sich selbst zu kratzen oder zu treten.
Durch das Scheuern führt das Sommerekzem an den betroffenen Stellen schnell zu
Fellverlust. Die Langhaare an Mähne und Schweif des Pferdes brechen ab. Außerdem entstehen Wunden, die sich leicht über Keime infizieren und zu Entzündungen entwickeln können.
Mögliche Ursachen Für das Sommerekzem gibt es laut Fachleuten nicht nur eine Ursache. Äußere Faktoren sind vor allem der
Stich der Kriebelmücke, aber auch Umwelteinflüsse. Genauso gut kann das Sommerekzem aber auch durch Allergien oder Stoffwechselstörungen beim Pferd verursacht sein worden sein. Gerade Allergien können leicht durch psychischen Stress verursacht werden, den auch Pferde haben können. Andere psychologische Ansätze gehen von einer gewollten Selbstverletzung des Pferdes durch das Scheuern aus. Das Tier möchte seinen Körper spüren oder vom Menschen Aufmerksamkeit bekommen – was ihm durchaus gelingt, wenn es die Symptome des Sommerekzems zeigt.
Vorbeugung und Behandlung Um das
Sommerekzem erfolgreich behandeln zu können, muss zunächst die Ursache gefunden werden, um daran die Behandlung orientieren zu können. Die Diagnose kann am besten der Tierarzt stellen.
Vor allem zur Linderung der Beschwerden eignen sich Cremes, Öle, Melkfett, Eigenurin und dergleichen, die auf die vom Sommerekzem betroffenen Stellen aufgetragen werden.
Zur innerlichen Behandlung gibt es spezielle Mittel, die gegen mehrere Ursachen des Sommerekzems gleichzeitig vorgehen. Gegen Kriebelmücken hilft aber auch schon die Gabe von Knoblauch, dessen über die Haut verströmter Geruch die Mücken abwehrt.
Innerlich wie äußerlich kommen häufig homöopathische Mittel zum Einsatz.
Wenn seit Jahren bekannt ist, dass das Sommerekzem bei einem Pferd auftritt, kann eine Eigenblutbehandlung im Frühjahr den Verlauf lindern.
In ganz schweren Fällen kann man zu Cortison greifen.
Vorbeugen kann man dem Sommerekzem, indem man bei der Fütterung des Pferdes einige grundlegende Dinge beachtet. Ein Überschuss an Eiweiß im Futter kann den Stoffwechsel beeinträchtigen; daher sollten zu viel frisches Gras und zu viel Heusilage gemieden werden. Gleichzeitig sollte man auf einen ausreichenden Gehalt von Vitaminen und Mineralstoffen im Futter achten und einem Mangel mit einem Mineralleckstein vorbeugen.
Weidegänge in praller Sonne sollten gemieden werden, ebenso sollte man das Tier, wenn möglich, von Plätzen wie Gewässern fernhalten, an denen sich gerne Stechmücken versammeln.