25.08.2008 um 12:16 - Thema: Sonstiges
Informationen rund um den Umgang mit Tieren bei großer Hitze Es gibt Tiere, die fühlen sich bei großer Hitze und Sonnenschein sichtlich wohl - so zum Beispiel Reptilien, sie liegen in der Sonne und tanken auf.
Anders sieht es bei dem Großteil der anderen Tiere aus. Meist hat man als Haustier einen Hund oder eine Katze, einige auch Kaninchen oder andere Kleintiere.
Schutz vor großer Hitze Zum Schutz der lieben Vierbeiner (und ggf. auch Vögel), sollte man einige Verhaltensregeln beachten wenn, es heißt, die Sonne strahlt und das Thermometer steigt auf über 25 °C. Grundsätzlich gilt: immer dem Tier eine Rückzugsmöglichkeit bieten, die im Schatten liegt und die ein Dach über dem Kopf bietet, Hunde beispielsweise die dickes Fell haben, legen sich am liebsten in den Schatten und sollte es einmal plötzlich regnen können sie sich in eine bereitgestellte Hundehütte zurückziehen und dort trocken das Unwetter überstehen.
Katzen sind da relativ autark gestrickt, sie legen sich selbstständig dort hin, wo sie meinen am besten aufgehoben zu sein, aber auch ihnen muss man die Möglichkeit bieten sich sonnengeschützt zurückzuziehen.
Hat man Kaninchen im Außengehege, so sollte man darauf achten dass ein Teil des Geheges immer im Schatten steht, Kaninchen erleiden sehr schnell einen Hitzschlag wenn sie zu sehr der Sonne ausgesetzt sind. Wenn der Stall oder das Außengehege in den Morgen- bzw. Abendstunden eine gewisse Zeit in der Sonne steht, ist dies noch tolerabel, da die Sonne nicht so kräftig, wie die hoch stehende Mittagssonne ist.
In allen Fällen muss den Tieren immer genügend frisches Wasser zur Verfügung gestellt werden - sie müssen jederzeit davon trinken können, die Trinkgelegenheit sollte sich im Schatten befinden oder innerhalb des Hauses.
Geht man mit einem Hund Gassi, sollten die großen Runden auf morgens und abends gelegt werden, in der prallen Mittagssonne macht es auch dem agilsten Hund keinen Spaß, er muss die gesamte Zeit stark hecheln und ist nicht in der Lage, seinen Spaziergang zu genießen, man wird dies auch am Lauf- und Schnüffelverhalten des Hundes bemerken, beides ist deutlich beeinträchtigt und jede Gelegenheit zur Wasseraufnahme wird genutzt.
Da man bei fast ausgetrockneten Tümpeln immer mit bedenken muss, dass sich dort zuhauf Leptospirose-Erreger tummeln und den Hund krank machen können, also besser mittags nur kurz gehen und ihn direkt vor dem Gassigang dazu animieren zu trinken, dann läuft er eventuell an den Tümpeln am Wegesrand vorbei.
Wenn man denn unbedingt in der mittäglichen Sonne gehen will oder auch nur dann eine große Runde mit ihm gehen kann, so sollte man es zumindest vermeiden, den Hund stark sportlich auszulasten. Dies tut dem Hund nicht gut und gefällt ihm zudem auch nicht - er würde sich lieber ein schattiges Plätzchen zum Schlummern suchen.
Tiere im Auto Das Fahren mit Tieren bei großer Hitze sollte möglichst vermieden werden. Muss man mit dem Tier doch eine Fahrt antreten, so ist auch hier auf regelmäßige Trinkgelegenheit zu achten. Bei langen Strecken sollte man Pause machen, damit sich beispielsweise der Hund die Beine vertreten kann. Muss der Hund im Auto bleiben, so ist das Fenster immer einen Spalt weit zu öffnen und darauf zu achten, dass das Fahrzeug nicht in der prallen Sonne steht. Gleiches gilt für Katzen, auch sie müssen atmen. Wichtig ist in jedem Falle, Katzen, Hasen und Co in geeigneten Transportbehältern mitzuführen (kann man z. B. beim Tierarzt leihen). Hunde sind meist hinter einem Fangnetz, am besten entsprechend angegurtet im Transportbereich des Autos, z. B. bei umgelegter Rücksitzbank zu transportieren.
Alle Tiere sollen auf gar keinen Fall während der Fahrt in den Fahrraum vordringen und dort möglicherweise Gas oder Bremse betätigen oder den Fahrer erschrecken können. Bei einer Vollbremsung sollen alle Tiere vor Verletzungen geschützt werden. Das ist nicht nur bei Hitze wichtig.